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Warnstreik: 1000 Metaller unterstreichen die Forderung nach acht Prozent

WITTEN Die Wittener Metaller aus elf Betrieben, die am Mittwoch zwischen 11 und 13 Uhr ihre Arbeit niedergelegt haben, fühlen mit der Finanzwelt, die jetzt in der Krise den Gürtel enger schnallen muss. Denn sie wissen wie sich das anfühlt.

Warnstreik: 1000 Metaller unterstreichen die Forderung nach acht Prozent

Applaus für die Forderung nach acht Prozent mehr Lohn.

„Jetzt müssen die armen Banker mit 500 000 Euro im Jahr auskommen“, bedauert IG Metall-Chef Manfred Müller bei der Warnstreik-Kundgebung am Mikrofon. Da schallt ihm aus 1000 Kehlen ein mitleidiges „Oooh“ entgegen.

„Am Ende vom Geld ist noch viel Monat übrig“, bekräftigt Thomas Hay, Bezirkssekretär der Gewerkschaft. „Ein Arbeitnehmer mit einem Durchschnittsgehalt muss 330 Jahre arbeiten, um so viel zu verdienen wie der deutsche Bank-Chef Ackermann in einem Jahr“, rechnet er den Metallern vor. So hat die Gewerkschaft für sie in der laufenden Tarifrunde eine satte Forderung gestellt. „Acht Prozent mehr für die Gerechtigkeit“, tragen die Metaller selbstbewusst ihre Forderung auf großen Transparenten schon beim Marsch zu ihrer Warnstreik-Kundgebung zum Gewerkschaftshaus vor sich her.

Sie machen ihrem Unmut über das „magere Angebot“ der Arbeitgeber von 2,1 Prozent dabei mit Trillerpfeifen Luft. Von Bosch Rexroth bewegt sich der Zug zum Gewerkschaftshaus an der Hans-Böckler-Straße. „Wir haben uns nicht verzockt, sondern nur unseren Job gemacht. Darum werden wir auch jetzt nicht verzichten!“, erinnert der Wittener IG Metall-Chef Manfred Müller an die Ursache der Finanzkrise. Das würde ja nur bedeuten, dass die Arbeitnehmer zweimal zur Kasse gebeten werden: als Steuerzahler, deren Geld den Banken aus der Patsche hilft und durch den Lohnverzicht.

„Der enorme Aufschwung, den es seit 2004 gab, muss endlich bei den Menschen ankommen“, fordert Müller und wundert sich, dass aus dem „Kraftprotz Metallindustrie“ so schnell ein „schwindsüchtiges Zwergelchen“ geworden ist, wo es an die Lohnerhöhung geht. Auch für die Jugend fordere die Gewerkschaft darum dringend Verbesserungen ein. Acht Prozent, das ist schon eine Hausnummer, was sagen die Metaller selbst? „Die Leute brauchen mehr Geld, das sieht man doch an den leeren Geschäften und in der Automobilindustrie“, findet Wolfgang Kemper, der bei Bosch Rexroth beschäftigt ist. Und sein Kollege Rainer Krone pflichtet ihm bei: „Es wird alles immer teurer. Gucken Sie sich nur die Energiekosten an.“

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