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Wasser steht vielen bis zum Hals

WITTEN Die Mitarbeiter bei Galladé warten noch immer auf ihr Geld.

Wasser steht vielen bis zum Hals

Gallade-Betriebsratsvorsitzender Frank Ellerkamp.

„Bei Aldi wollen sie Bares. Zunächst müssen mal die ausstehenden Löhne her“, da ist sich Galladé-Beriebsratsvorsitzender Frank Ellerkamp mit der Belegschaft einig.

Noch immer stehen für viele Mitarbeiter Zahlungen aus Oktober aus, da geht es an die Verhandlungen zu einem weiteren Sanierungstarifvertrag, der sich an den anschließen soll, der zum Jahreswechsel ausläuft.

„Es gibt ein Konzept dafür, doch das gefällt uns nicht“, bekräftigt Ellerkamp gestern Morgen auf dem Hof der Produktionsstätte Im Esch. Er hat die Belegschaft zu einer circa einstündigen Informationsveranstaltung nach draußen gebeten, um ihr den Vorschlag zum Sanierungstarifvertrag vorzustellen.

Circa 120 sind gekommen, auch vom Bochumer Standort. Derweil ruht die Produktion.

Allen ist es ein dringendes Anliegen, gleichzeitig noch einmal mit Nachdruck darauf hinzuweisen, dass wegen der fehlenden Lohnzahlungen vielen Familien das Wasser bis zum Hals steht. „Noch heute sollen möglicherweise 25% der ausstehenden 50 % angewiesen werden“, zieht Betriebsrat Volker Keller nach der Versammlung Bilanz. „Der Chef soll sich stellen“, das fordere die Belegschaft.

Zu spontan

Doch Ulrich Galladé habe auf die Gelegenheit, bei der Versammlung zu sprechen verzichtet. Das sei zu spontan, und er wolle die Verhandlungen mit dem neuen Investor nicht gefährden, hatte er das nach Angaben der Betriebsräte begründet.

Heute trifft sich die Arbeitnehmervertretung zu einem ersten Gespräch mit dem Investor.

Eine Nullrunde beim Lohn in 2008, nur 1000 Euro Weihnachtsgeld und kein Urlaubsgeld. Das sind Eckpunkte des Vorschlags für den neuen Sanierungstarifvertrag, den der neue Investor bei Galladé mit der Belegschaft schließen möchte.

Nach dem vorliegenen Entwurf soll der Tarifvertrag nur den Bestand von 300 der insgesamt 361 Beschäftigten an den Standorten Witten und Bochum sichern. Die übrigen sollen über die natürliche Fluktuation abgebaut werden.

„Wenn die Lage es erfordert, soll die Arbeitszeit von 38,5 Stunden auch gesenkt werden dürfen“, präzisiert Ellerkamp. Was ihn besonders empört: Das Investitionsvolumen soll für drei Jahre bei 1,8 Mio. € liegen. "Das ist völlig unzureichend“, bewertet der Betriebsratsvorsitzende.

Es seien „mindestens zwei bis drei Millionen pro Jahr“ erforderlich. Nach allem was die Belegschaft bislang mitgemacht habe, so Ellerkamp, könne sie sich auf keinen Sanierungstarifvertrag einlassen, von dem sie nicht überzeugt sei.

In vielen Familien stünden die Galladé-Mitarbeiter unter Druck, sich möglichst eine neue Beschäftigung zu suchen. Doch das sei für weniger qualifizierte Arbeitskräfte über 40 nicht so einfach. Allerdings laufe das Unternehmen Gefahr, seine gefragten und qualifizierten Facharbeiter zu verlieren.

„Wenn die gehen, gibt es hier keine Zukunft“, sagt einer der im Hof versammelten Betriebsräte. Ein anderer ergänzt bitter: „Wir haben doch schon viele an Bosch-Rexroth verloren.“ Alle sind sich einig: „Wir wollen keine Versprechungen mehr hören.“

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