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Wenn Kinder trauern

WITTEN „Als ich 1967 eingeschult wurde, war dieser Tag eigentlich ein ganz besonderer für mich“, erzählt Diakonin Annette Wagner. Doch fünf Tage zuvor war ihr Vater gestorben. Zum Thema Umgang mit Trauer und Tod berichtete die Diakonin von ihrer Arbeit mit trauernden Kindern.

Wenn Kinder trauern

Diakonin Annette Wagner.

 „Ich war damals ganz schön sauer auf meinen Vater“, sagt Wagner vom Verein für Trauerarbeit Hattingen. Bis zum 21. November veranstalten die Kreispfarrstelle für Seelsorge des Kirchenkreises Hattingen-Witten in Kooperation mit dem Ambulanten Hospizdienst und dem Trauerverein Hattingen die Seelsorgetage im Lukas-Zentrum.

Viele Fragen

„Vielen Kindern fällt es schwer ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen“, weiß Wagner aus eigener Erfahrung. Kinder stellen sich Fragen wie: Muss ich jetzt ins Heim? Wie ist der Papi überhaupt in den Himmel gekommen? Und Wo ist das Loch, wo die Seele rausfliegt?

Angehörige, die selbst trauern, fällt es oft schwer diese Fragen zu beantworten. In Gruppen von sechs bis acht Kindern, die zwischen sechs und elf Jahren alt sind, trifft sich Annette Wagner zehn Wochen jeweils ein Mal wöchentlich mit den Kindern. Über ein Band, an dem sich alle zum Anfang der Stunde festhalten, identifiziert die „Bande“ ihr Gemeinschaftsgefühl.

Nur wenige Gruppen in Deutschland

„Im ersten Teil reden wir über unsere Erfahrungen. Im zweiten versuchen wir dieses Gefühl dann in eine praktische Arbeit umzusetzen“, berichtet die Trauerhelferin von ihrer Arbeit. Es gibt nicht viele von diesen Gruppen in Deutschland. Einige der Kinder reisen weit her, um daran teilnehmen zu können.

 „Wir spielen auch gemeinsam.“ So etwas sei auch wichtig, denn heutzutage haben sich die Familien sehr verkleinert  „und wenn dann ein Elternteil verstirbt, sitzt das Kind nur noch mit der Mami da“ - und Maumau zu zweit sei ja nicht so spannend. Zum Ende der Trauergruppe haben sich oft Freundschaften entwickelt. Eine Erinnerungskiste und eine Feier mit den Angehörigen gehört zum Abschied dazu.

Das Abschiednehmen

„Viele sind dann sehr traurig, aber sie haben ja bereits die Erfahrung des Abschiednehmens gemacht“, weiß Annette Wagner. Sie bekommen einen Taschenengel geschenkt, damit sie sind nicht mehr so allein sind.jure

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