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Augenarzt in Werne

100 Patienten am Tag: Dr. Honé kann sich vor Anfragen kaum retten

Werne Die angekündigte Praxisschließung von Dr. Linden schreckt viele Bürger auf. Findet sich kein Nachfolger, gibt es bald nur noch einen Augenarzt in Werne. Der dann noch verbleibende Arzt Dr. Honé kann sich schon jetzt vor Anfragen kaum retten – und muss auch noch gegen ein Gerücht ankämpfen.

100 Patienten am Tag: Dr. Honé kann sich vor Anfragen kaum retten

Für Augenuntersuchungen steht in Werne demnächst wahrscheinlich nur noch eine Praxis zur Verfügung. Foto: picture alliance

Die Nachricht über die bevorstehende Schließung der Augenarztpraxis von Dr. Linden an der Bahnhofstraße hat viele Werner Bürger aufgeschreckt. Effekt: Mit ihrer Krankenakte zogen sie zur Praxis des verbleibenden Werner Augenarztes Dr. Luitger Honé.

Wie berichtet, schließt Dr. Linden Ende Juni aus Altersgründen seine Praxis. Die Suche nach einem Nachfolger blieb bisher erfolglos, teilte er mit. Allerdings laufe die Suche noch weiter. Findet sich keiner, bleibt für die Patienten in Werne nur noch ein Augenarzt: Dr. Honé am Salinenparc. Bei ihm steht momentan das Telefon nicht still, einige suchten die Praxis sogar mit ihrer Krankenakte auf und baten um Aufnahme.

Honé: „Ich mache solange weiter, wie ich kann“

Das Gerücht, das momentan in Werne die Runde macht: Dr. Honé (60) höre auch auf. Das wehrt er entschieden ab: „Ich höre nicht auf“, sagt Honé auf Anfrage. „Ich mache solange weiter, wie ich kann.“ Eine Altersbegrenzung gibt es für Ärzte nicht mehr. Sie lag früher bei 67 Jahren. „Als man feststellte, dass die Ärzteversorgung sonst nicht gewährleistet werden könne, wurde die Altersgrenze aufgehoben“, sagt er.

Vor 15 Jahren habe er schon als Politiker – er saß in Werne für die FDP im Fachausschuss für Gesundheit – auf den drohenden massiven Ärztemangel hingewiesen. Jetzt sei es soweit.

Vorschriften schrecken viele Ärzte ab

Ein Grund für die schwierige Suche nach einem Nachfolger etwa für die Praxis Linden sieht Honé in der Bürokratie. Die vielen Vorschriften, denen sich die Ärzte seit der Gesundheitsreform ausgesetzt fühlen, verleide es jedem jungen Arzt, sich niederzulassen. „Der soziale Frieden hängt irgendwann nicht davon ab, ob sich die Reichensteuer durchsetzt, sondern davon, ob zeitnah eine medizinische Versorgung garantiert werden kann.“

Zum Ansturm auf seine Praxis stellt er fest: „Wer zu mir in die Praxis kommt, wird nicht abgewiesen.“ Notfälle nehme er immer an. „Am Donnerstagmorgen waren es alleine 20 Notfälle“, sagt er. Termine vergibt er für die nächsten drei Monate. „Wenn der Kalender voll ist, dann muss der Patient zu einem späteren Zeitpunkt noch mal anrufen oder vorbeikommen.“

Etwa 100 Patienten behandelt er täglich. „Ich arbeite das weg, was mein Team vereinbart hat.“

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