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1:1 - SV Herbern grau in grau

HERBERN Genau so grau wie die Wolken, die über dem Stadion an der Werner Straße hingen, ist auch das Mittelmaß, das langsam in den Liga-Alltag des SV Herbern einkehrt: 1:1 hieß es am Ende gegen Roland Beckum – zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel.

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SV Herberns brasilianischer Mittelfeld-Regisseur Edu (am Ball) konnte dem Spiel der Mannschaft gestern nicht seinen Stempel aufdrücken.

Bezirksliga 9 -SV Herbern - Roland Beckum 1:1 (1:0) - Tiefer, holpriger Rasen, viele ungenaue Zuspiele, kaum jemand, der wirklich Ordnung ins Spiel bringt: Fußball wird mittlerweile beim SVH nur noch gearbeitet, nicht mehr gespielt. Beckum hatte sich nach wenigen Minuten auf das durchsichtige Spiel des Gastgebers eingestellt und hielt kämpferisch und läuferisch genau so gut dagegen.

Nur spielerisch lief bei beiden Mannschaften nicht viel. Heraus kam ein reines Kampfspiel, in dem jeder Zentimeter Rasenfläche im Mittelfeld umgegraben wurde und sich beide Teams neutralisierten.

Wenig über außen

Über außen lief beim SVH nur in der Anfangsphase etwas: Flanke Timy Schütte, Marvin Brulands Direktabnahme ging über das Tor (5.). Peter Lassak setzte sich über links durch, sein Heber strich knapp am langen Pfosten vorbei (10.). Björn Christ warf sich noch in zwei Flanken, ohne dass man von einer echten Chance hätte sprechen können.

Zum Glück hat der SVH noch den "abgezockten" Peter Lassak: Als er in der 37. Minute an der Strafraumgrenze attackiert wurde, machte er den richtigen Schritt, wurde getroffen und der Schiedsrichter zeigte zu Recht auf den Elfmeterpunkt. Wenzel verwandelte sicher zur Führung.

Nach der Pause blieb Gäste-Keeper Hohenhorst mit Verdacht auf Gehirnerschütterung in der Kabine. Da Beckum keinen Ersatztorwart dabei hatte, ging ein Feldspieler ins Tor. Beeindruckt zeigte sich der Gast davon aber nicht: Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff ging SVH-Libero Stefan Löcke im eigenen Sechzehner etwas ungeschickt von hinten in einen Zweikampf.

Der Schiedsrichter zeigte abermals auf den Punkt - es roch nach Konzessionsentscheidung. Umut Elik ließ sich die Chance trotzdem nicht entgehen und verlud SVH-Torwart Sebastian Adamek zum 1:1.

Zurückgezogen

Die Gäste zogen sich nun weit zurück, um ihren Ersatz-Keeper zu entlasten. Herbern witterte kurzzeitig Morgenluft: Zwischen der 57. und 61. Minute tauchte einmal Christ bei einer scharfen Hereingabe von Bruland gefährlich vor dem Gästegehäuse auf, zweimal war es Edu, der es mit Distanzschüssen versuchte - das war's. Beckum schaukelte aufopferungsvoll kämpfend einen verdienten Zähler nach Hause, weil Herbern einfach nichts mehr einfiel, um den Abwehrriegel zu knacken.

SVH: Adamek - Heitmann, Wenzel, Lassak, Christ, Löcke, Brockmeier, Hohefeld (78. Uhlenbrock), Schütte, Edu, Bruland

Roland: Hohenhorst (46. Rahim) - Mehovic, Bambrowicz, Duran, Dziewior, Gemec, Swiniarski (87. Behrenbrink), Büyükbas, Debowiak, Elik, Yeili (78. Yasar)

Tore: 1:0 (37.) Foulelfmeter Wenzel, 1:1 (48.) Foulelfemter Elik

  

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