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130 km/h sind genug - oder?

WERNE Tempo 130 auf der Autobahn - an dieser Frage scheiden sich in der Lippestadt die Geister unter den Verkehrsexperten.

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Generelle Tempolimits halten die deutschen Automobilclubs für nicht sinnvoll.

Gisbert Bensch, Abteilung Umwelt und Verkehr, Stellvertretender Leiter.

Lothar Kemnitz, Inhaber der Aral-Tankstelle an der Lünener Straße.

Das Tempolimit, das der SPD-Parteitag gefordert hat, ist längst überfällig; eine solche Geschwindigkeitbegrenzung macht doch überhaupt keinen Sinn - das sind die beiden gegensätzlichen Standpunkte, wie eine kleine Umfrage unserer Zeitung ergab.

Entspanntes Fahren

Ein glühender Verfechter von Tempo 130 ist zum Beispiel Gisbert Bensch  von der Verkehrsabteilung der Stadt. Mit Blick auf den Umweltschutz, einen gleichmäßigeren Verkehrsfluss und mehr Sicherheit hätte man Tempo 130 schon vor Jahren einführen müssen, meint er. Er persönlich bevorzuge ohnehin ein entspanntes, stressfreies Fahren. Im Übrigen seien die deutschen Autobahnen eh? selten so frei, dass man das Gaspedal mal durchtreten könne.

Dr. Berthold Welle vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) pflichtet Bensch voll und ganz bei und führt noch einen psychologischen Aspekt an: "Raserei macht die Leute sehr aggressiv." Und Raserei werde durch ein fehlendes Tempolimit gefördert. Er zieht den Vergleich zur Kindererziehung: "Wenn keine Grenzen gesetzt werden, macht jeder, was er will."

Ganz anders sehen dies Tankstellenpächter Lothar Kemnitz und Dietmar Rumphorst, Leiter der Werner BMW-Filiale. Erstens, argumentieren beide übereinstimmend, bringe eine Tempo 130 schon deshalb nichts, weil ein Großteil der deutschen Hauptverkehrsstrecken ohnehin schon mit Tempobegrenzungen versehen sei.

Schön und schnell

Wenn es der Verkehr zulässt, dann bin ich auch schneller als mit 130 km/h unterwegs", so Kemnitz. Und Dietmar Rumphorst: "Da ich meistens schöne und schnelle Autos habe, fahre ich auch entsprechend - wo es möglich und erlaubt ist."

Im Übrigen vertritt Rumphorst die Ansicht, dass Tempo 130 der deutschen Automobilindustrie, die den Spritverbrauch und damit den Schadstoffaustausch immer weiter reduziere, auf Dauer stark schädigen würde.

 

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