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Zu wenig Gewerbeflächen in Werne

Aufschwung sorgt für Platz-Probleme bei Gewerbeflächen

Werne Die Werner Wirtschaft brummt – das belegen aktuelle Zahlen sowohl vom Statistischen Landesamt als auch von der Wirtschaftsförderung. Der Mangel an Gewerbeflächen könnte die positive Entwicklung am Ende stoppen.

Aufschwung sorgt für Platz-Probleme bei Gewerbeflächen

Mit der ehemaligen Bast-Optionsfläche (im Vordergrund) verschwindet das letzte große Grundstück im Gewerbegebiet Nordlippepark. Das Transportunternehmen Lohoff wird sich dort ansiedeln. Foto: Vermessungsbüro Zurhorst

Das Jahr 2017 war für die Werner Wirtschaftsförderung ein Erfolg. Das belegen nun auch Zahlen des Statistischen Landesamtes (IT NRW). Demnach ist die Zahl der Gewerbeanmeldungen in der Lippestadt 2017 gegenüber dem Vorjahr um 25,9 Prozent auf 214 gestiegen. Von diesen Anmeldungen waren 175 Neugründungen.

Die Zahl ist insofern bemerkenswert, als dass Wirtschaftsförderin Carolin Brautlecht Ende Februar auf der Jahreshauptversammlung der Aktionsgemeinschaft „Wir für Werne“ erklärt hatte, dass gerade Neugründungen in Werne durchaus problematisch seien: „Es ist vorgekommen, dass wir Gründer betreut und diese dann am Ende trotzdem an Lünen oder Hamm verloren haben.“

Zahl der Neugründungen über dem Kreis-Durchschnitt

Unterm Strich scheinen diese Misserfolge jedoch keine allzu negativen Auswirkungen auf das Gesamtbild zu haben: Hier liegt Werne mit seinen Neugründungen nämlich deutlich über dem Kreis-Durchschnitt, der lediglich um 0,7 Prozent gestiegen ist. Landesweit gab es bei den Gründungen gar einen Rückgang um 2 Prozent.

Auch die Zahlen der Wirtschaftsförderung selbst können sich sehen lassen: Mit rund 10.500 Menschen ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Werne so hoch wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Allein in den vergangenen drei Jahren sind rund 3000 neue Beschäftigte hinzugekommen.

Zahl der Arbeitslosen weiter gesunken

Im Gegenzug sank die Zahl der Arbeitslosen auf zwischenzeitlich unter 1000 Menschen, die durchschnittliche Arbeitslosenquote im Jahr 2017 liegt unter 6 Prozent. Die Entwicklung ist sicherlich auch, aber eben nicht nur auf den Online-Riesen Amazon zurückzuführen.

Und ein Ende ist noch nicht in Sicht: Carolin Brautlecht konnte gegenüber der Kaufmannschaft von einem gestiegenen Interesse an Gewerbegrundstücken berichten. „Diese erhöhte Nachfrage ist sicher auch ein Ergebnis der Flächenknappheit in der unmittelbaren Nachbarschaft“, so die Wirtschaftsförderin.

Gewerbegründstücke werden langsam knapp

Allerdings werden auch in Werne die Grundstücke knapp: Von den 127.000 Quadratmetern im Wahrbrink sind noch gerade mal 9000 frei verfügbar. 60.000 Quadratmeter sind bereits veräußert, für 58.000 Quadratmeter gebe es Anfragen. Laut Carolin Brautlecht kann es sich die Stadt erlauben, hier wählerisch zu sein: „Wenn die Zahl der Beschäftigen nicht zum Flächenverbrauch passt, müssen wir eine Ansiedlung auch ablehnen.“

Begrüßt hat die Wirtschaftsförderung hingegen das Ansinnen der Transportfirma Lohoff, die im Gewerbegebiet Nordlippepark ein 21.000 Quadratmeter großes Grundstück übernehmen will. Der Betrieb ist bereits dort ansässig und nutzt nun die ehemalige Optionsfläche der Firma Bast, um mehr Platz für seinen Fuhrpark zu schaffen.

Die Wirtschaftsförderin machte keinen Hehl daraus, dass Werne nicht mehr viele Möglichkeiten hat, neue Unternehmen anzuwerben. Da der Regionalplan kein neues Gewerbegebiet zulasse, setzt man die Hoffnungen nach wie vor auf eine interkommunale Lösung. Da der Standort am Autohof nicht zu realisieren ist, konzentrieren sich die Planungen auf ein Areal an der Nordlippestraße zwischen A1 und B54.

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