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Baugebiet in Stockum stockt

Bebauungsplan für Eikawäldchen in Stockum verschiebt sich

Stockum Das geplante Baugebiet „Am Eikawäldchen“ in Stockum entwickelt sich offensichtlich zu einem größeren Projekt. Das bedeutet daher auch, dass noch viele Probleme bis zum ersten Spatenstich zu lösen sind.

Bebauungsplan für Eikawäldchen in Stockum verschiebt sich

Momentan ist das Grundstück von Bauer Schürmann noch landwirtschaftliche Fläche. Derzeit erstellt die Stadt einen Bebauungsplan für das Grundstück am Eikawäldchen. Foto: Foto Helga Felgenträger

Vor zwei Jahren, im Mai 2016, hatte die Stadt Werne zur Bürgerversammlung im Hinblick auf das Baugebiet „Am Eikawäldchen“ an der Straße in der Eika eingeladen. Seitdem sind zwei Jahre vergangen und der erste Spatenstich für die etwa 70 Wohneinheiten auf 2,1 Hektar ist noch lange nicht in Sicht. Das Baugebiet hinter dem Jugendheim und Bürgerhaus war auch Thema im Bezirksausschuss am Dienstag.

Planer müssen viele Aufgaben erfüllen

„Es ist offensichtlich doch ein größeres Projekt“, schildert Stadtplaner Ralf Bülte auf RN-Anfrage. Er spricht von mehreren Problembereichen, die sich im Laufe der Planung ergeben hätten. Das erste größere Problem ist der Lärmschutz zwischen Wohngebiet und Bürgerhaus. Hier war ursprünglich eine vier bis fünf Meter hohe Lärmschutzwand vorgesehen. „Diese Wand hätte aber nicht viel gebracht“, stellt Bülte fest. Zudem befürchteten die Anlieger, dass die Wand einen sogenannten Angstraum, da hier ein Weg vorbeiführt, erzeugen könnte. Von dieser Wand seien die Planer daher inzwischen abgekommen, so Bülte.

Der Wohnraum soll in Richtung Süden ausgerichtet werden


Eine Lärmschutzwirkung könnten beispielsweise auch halb offene Carports, die zum Bürgerhaus hin angelegt werden sollen, erzielen. Weiterhin legen die Planer im Bebauungsplan fest, Aufenthaltsräume wie Wohn- und Schlafräume in Richtung Süden (Lippe) und Verkehrsflächen in Richtung Norden (Bürgerhaus) auszurichten.

Doch die Planung des Lärmschutzes ist nicht das einzige Thema, das die Bebauung der ehemaligen Schürmann Wiese verzögert. Ein Steinkauz hatte die Naturschützer auf den Plan gerufen: „Wir mussten eine geeignete Ausgleichsfläche finden, die sowohl die amtlichen Entscheidungsträger wie die Untere Naturschutzbehörde als auch die Ehrenamtlichen wie den Nabu zufriedenstellt. „Das hat gedauert“, sagt Bülte. Aber zu guter Letzt sei man mit einer Fläche in der Lippeaue fündig geworden.

Wie Bülte weiter mitteilt, gibt es einen Verdacht auf mögliche Kampfmittel wie Bomben, die sich auf dem Gelände befinden. In den nächsten Wochen soll daher ein Kampfmittel-Räumdienst das Gelände untersuchen.

Baubeginn ist frühestens im Sommer 2019 möglich


Probleme wirft auch die Abwasserbeseitigung auf. „Seit 2016 müssen Schmutz- und Regenwasser getrennt abgeführt werden“, erläutert Bülte. „Die Straßen sind daher entsprechend zu gestalten und unterirdische Schächte sind anzulegen.“ Im Zuge dessen erhalten auch die Kanäle im benachbarten Hugenpoth eine Erneuerung.

Da der Offenlegungsbeschluss sich vom 15.Mai auf den 3. Juli verschoben hat, verzögern sich auch die weiteren Termine. Vorgesehen ist, dass der Rat am 11.Oktober über die Satzung entscheidet, das Baurecht im Herbst erwartet wird und im Frühjahr die Erschließung beginnt. Baubeginn könnte dann im Sommer 2019 sein.

Doch es gibt auch gute Nachrichten, wie Frank Adamietz vom Kommunalbetrieb der Stadt Werne den Ausschussmitgliedern berichten konnte. „Es sind keine Altlasten gefunden worden“, sagt er.

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