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Ausbildungsmarkt

Berufszirkel in Werne als Chance für die Karriere

WERNE 500 Schüler haben am Donnerstag den 5. Berufszirkel im Werner Kolpinghaus besucht und sich mit 23 Unternehmen über Ausbildungsmöglichkeiten ausgetauscht. Ein Azubi erzählt, wie die Veranstaltung entscheidenden Einfluss auf seinen Werdegang nahm.

Berufszirkel in Werne als Chance für die Karriere

Der Garten- und Landschaftsbetrieb Kruckenbaum präsentierte sich beim Berufszirkel. Foto: David Reininghaus

David Hövener (17) ist ein Paradebeispiel dafür, dass der Werner Berufszirkel mehr ist als eine für Schüler verpflichtende Veranstaltung. „Ich wusste nicht, was ich beruflich machen wollte“, gesteht der Ex-Schüler der ehemaligen Konrad-Adenauer-Realschule. Bis er vor zwei Jahren am Berufszirkel teilnahm – und auch die Station des Backmittelherstellers „Uniferm“ besuchte. „Die Lebensmitteltechnik hat mich da am meisten angesprochen“, so Hövener rückblickend.

Er reichte seine Bewerbungsunterlagen beim Unternehmen ein und bewarb sich um einen Ausbildungsplatz als Fachkraft für Lebensmitteltechnik.

Ein erster Erfolg war die Einladung zum Vorstellungsgespräch. Schließlich bekam er den Zuschlag. „Ausschlaggebend waren seine gute Noten und sein gezeigtes Interesse an dem Beruf“, erklärt Franz-Josef Schäfers, Ausbildungsleiter bei Uniferm.

Gute Chancen auf Übernahme

Mittlerweile ist Hövener in seinem zweiten Ausbildungsjahr. Seine Chancen auf Übernahme stehen gut. „In den vergangenen Jahren konnten wir alle Auszubildenden in Werne weiter beschäftigen“, erklärt Schäfers. Es werde vor allem für den eigenen Bedarf ausgebildet. Beim 5. Berufszirkel im Kolpinghaus ist Hövener dabei, um von seinen Erfahrungen zu berichten und die Arbeit als Lebensmitteltechniker vorzustellen.

So sah es beim 5. Berufszirkel in Werne aus

Am Stand des St.-Christophorus-Krankenhauses übten die Schüler chirurgische Eingriffe.
Beliebt war der "Boxenstopp-Wettbewerb". Dort testete zum Beispiel der 17-jährige Mert-Can Aksu sein Können.
Die Firma Thermosensor, Hersteller für Temperaturmessgeräte, nahm erstmals am Berufszirkel teil.
Bernhard Kruckenbaum, Inhaber eines Garten- und Landschaftsbaubetriebes, erklärt den Unterschied zwischen verschiedenen Stauden.
Interessiert hörten die Schüler zu, was ein Landschaftsbauer überhaupt so macht.
David Hövener, Auszubildender beim Backmittelhersteller Uniferm, zeigt den Schülern, worauf es bei der Arbeit in der Lebenmitteltechnik ankommt.
Das Autocentrum Wenner präsentiert einen Antriebsstrang eines alten Ford Sierra vom Motor bis zur Hinterachse.

Wie schnell der Weg vom Berufszirkel in ein mögliches Ausbildungsverhältnis führen kann, zeigt auch ein weiterer Fall. „Wir haben bereits ein Praktikum vermittel“, erklärt Bernhard Hülsbusch, Werkstattleiter des Autocentrums Wenner. Telefonischen Kontakt mit dem Schüler gab es war schon zuvor, festgezurrt wurde die Zusammenarbeit aber erst beim Berufszirkel am Donnerstag. „Wenn der Kandidat dort überzeugt, erhält er bei uns auch eine Ausbildung“, so Hülsbusch.

Das Unternehmen setzt verstärkt auf die Praxis. Beim Berufszirkel präsentieren sie den kompletten Antriebsstrang eines alten Ford Sierra vom Motor bis zur Hinterachse. Daran sollen sich die Schüler beim „Boxenstopp-Wettbewerb“ probieren. Vor allem die männlichen Jugendlichen probieren sich am Reifenwechsel. So wie Mert-Can Aksu. Der 17-Jährige interessiert sich für das Schrauben an Autos. Derzeit macht er ein Jahrespraktikum. Danach möchte er eine Ausbildung als Kfz-Mechatroniker machen.

Acht Unternehmen in 100 Minuten

Marius Gregg, Berufskoordinator des Anne-Frank-Gymnasiums erklärt, dass die Veranstaltung bei seiner Schule fest in das Programm für die neunten Klassen eingebaut ist. „Es gibt für die Schüler keine bessere Möglichkeit, in 100 Minuten gleich acht verschiedene Unternehmen kennenzulernen“, erklärt er das Konzept des Projekttages der Wirtschaftsförderung in Kooperation mit den Schulen und Unternehmen.

Mitgemacht haben Schüler des Berufskollegs, der Gymnasien St-Christophorus und Anne-Frank sowie der Marga-Spiel-Sekundarschule.

Und vielleicht hat für einen von ihnen ja am Donnerstag eine ähnliche Erfolgsgeschichte wie im Fall von David Hövener begonnen.

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