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Aus Werne in die Welt

Böckers Aufzüge sind weltweit gefragt

WERNE China, Südafrika, Australien - die Lifte und Aufzüge von der Lippestraße sind weltweit im Einsatz. Das Auslandsgeschäft will die Böcker Maschinenwerke GmbH noch stärken. "Wir haben 2013 zum 'Jahr des Exportes' erklärt", so Firmenchef Robert Böcker.

Böckers Aufzüge sind weltweit gefragt

Die Welt im Blick und oft in den Werkshallen zu Gast, wie die Wimpel zeigen. Robert Böcker und Michael Sendermann (r.).

Der Erstkontakt zum Kunden kommt zumeist auf den Fachmessen zustande. Auf rund 30 Veranstaltungen ist das Unternehmen im Jahr vertreten. Der zweite Schritt ist mindestens genauso wichtig: Der Ausbau des persönlichen Kontaktes. Der Chef: "Alle Kunden, die wir bei den großen Messen in München kontaktieren, laden wir zu einem 'Internationalen Tag' in Werne ein."

Dann warten Wimpel mit der jeweiligen Landesflagge, persönliche Betreuung und, für das Haus ganz wichtig, eine Kontaktaufnahme in der Landessprache auf die Gäste. Vertriebs- und Marketing-Chef Michael Sendermann (41): "Unsere Mitarbeiter sprechen Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Russisch."Sprachkenntnisse sind wichtig für die Kunden

Letztere Sprach-Fähigkeit hat erst jüngst zu einem Geschäftsabschluss geführt. Robert Böcker: "Nachdem der Vertrag unterzeichnet war, hat uns der Kunde aus Russland gesagt, dass die Russisch-Kenntnisse unserer Mitarbeiterin mit den Ausschlag gegeben haben."

Die Böcker AG steht als Holding nicht nur über der heimischen Maschinenwerke GmbH, sondern auch über fünf Tochtergesellschaften in Belgien, Frankreich, Italien, den Niederlanden und der Schweiz. In 30 weiteren Ländern kurbeln 50 freie Händler im Auftrag von Böcker den Verkauf der Lifte von der Lippestraße an. Michael Sendermann erklärt das Prinzip: "Ein Händler ist pro Land für eine Produktsparte verantwortlich. Beispielsweise haben wir einen Vertreter für Möbelaufzüge in ganz Spanien." Diese Vertreter schauen regelmäßig, meist einmal im Jahr, im Stammwerk Werne vorbei. Böcker: "Wir schulen sie, damit sie immer auf dem neuesten Stand sind." Sitten anderer Länder kennen

Andere Länder, andere Sitten. Zoll und sonstige Formalitäten sind manchmal nicht von Pappe. Vertriebs-Leiter Sendermann weiß mittlerweile: "Die Zulassung eines Autokranes für den Straßenverkehr in Israel ist sehr aufwändig." Bei Ausfuhren in den Niger sind andererseits Sanktionslisten und Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes zu beachten. Fazit: "Im Export ist es wichtig, Erfahrungen zu haben und Sitten und Kultur des anderen Landes zu kennen."

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