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Wernes Bürgermeister

Christ äußert sich zu Solebad-Kostenexplosion

WERNE Am Mittwoch, dem Tag eins nach dem Bekanntwerden der Kostenexplosion beim Neubau des Solebads, herrscht Katerstimmung in der Stadt. Nächste Woche will die Verwaltung Handlungsempfehlungen vorstellen. Wir haben schon mit Bürgermeister Lothar Christ gesprochen.

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Die Ankündigung der Insolvenz fiel Bürgermeister Lothar Christ nicht leicht.

Diese Projektion zeigt das geplante neue Solebad.

Das Planungsbüro hatte die Vorgabe, ein Bad für 14,7 Millionen Euro zu planen. Tatsächlich werden jetzt aber wohl fünf Millionen Euro mehr nötig sein. Existiert noch ein ausreichend großes Vertrauensverhältnis zum Planungsbüro? Lothar Christ: Wie schon in der Sitzung zu hören war, ist das Vertrauen sicherlich erheblich beeinträchtigt und muss erst wieder aufgebaut werden. Das darf aber auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir neben desolaten Ergebnissen der Kostenberechnung einen wirklich guten Entwurf für den Neubau des Bades erhalten haben.

Welche Kosten sind für den Planer bislang entstanden (und wären damit in den Wind geschrieben, wenn man sich von ihm trennen sollte)? Rechtlich ist es so, dass das Architekturbüro einen Auftrag für die Leistungsphasen 1 – 4 von uns erhalten hat. Das heißt: Der Bauentwurf wurde beauftragt und muss auch bezahlt werden. Aktuell befinden wir uns kurz vor Abschluss. Da Stand heute noch nicht alle erbrachten Leistungen abgerechnet sind, kann ich hierzu noch keine genauere Summe nennen.

Werne Jetzt ist es raus. Der Bau des neuen Werner Solebades wird teurer – deutlich teurer. Rund fünf Millionen Euro mehr müsste die Stadt hinlegen, um das neue Familien-Solebad samt Sauna bauen zu können. Ob diese Kostensteigerung das Aus für den Neubau bedeutet, blieb am Dienstagabend noch offen.mehr...

Warum jetzt die Eile, statt in Ruhe zu überlegen? Ich glaube, das Ergebnis wird nicht besser, wenn wir erst nach den Sommerferien – also in zwei Monaten – entscheiden. Vielmehr verlängert sich damit die Zeit bis zur Wiedereröffnung.

Was hat es mit dem angeblichen Flächenzuwachs von 322 Quadratmetern auf sich, von dem Heinrich Eustrup, der Chef des Planungsbüros, als eine Begründung für die gestiegenen Kosten gesprochen hat? Herr Eustrup hat diesen Zuwachs der Bruttogeschossfläche gestern Abend mit üblichen Ungenauigkeiten zwischen dem Vorentwurf im Maßstab 1:200 zum Entwurf im Maßstab 1:100 erklärt. Das kann ich nicht beurteilen. Wichtig ist, dass von Seiten der Stadt als Bauherr keine zusätzlichen Wünsche am Gebäude geäußert wurden, die zu diesem Zuwachs geführt haben.

Ist es richtig, die Planungs- und Bauleitungskosten mit etwa 10 Prozent zu beziffern? Bedeuten damit höhere Investitionskosten auch ein höheres Honorar für den Planer? Die Baunebenkosten (also zu Beispiel  Gutachterkosten, Statiker) sind mit 25 Prozent sicherlich realistisch kalkuliert. Darin enthalten sind übrigens auch die nach der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure, d. Red.) festgelegten Sätze für den Architekten.

Noch ein paar Fragen zu Zahlen rund um das Projekt: Wie groß ist der geplante Bau? Die Bruttogeschossfläche beträgt 6.626 Quadratmeter.

 

Diese Grafik zeigt den geplanten Neubau und die Außenflächen des Solebads:

 

Wie lang ist die Rutsche? Der Entwurf legt aktuell eine Rutschenlänge von 80 Metern zugrunde.

Wie groß ist das Soleaußenbecken? Für das Sole-Außenbecken sind 560 Quadratmeter eingeplant.

Wie groß das „Lehrschwimmbecken“ im neuen Solebad? Das Lehrschwimmbecken hat die Maße 10 x 8 Meter, mit Hubboden eine Beckentiefe 30 x 180 Zentimetern.

 

 

 

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