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Rettungshubschrauber am St.-Christophorus-Krankenhaus

Darum kann am Werner Krankenhaus derzeit kein Hubschrauber landen

WERNE Abhebende oder landende Rettungshubschrauber sieht man am Werner St.-Christophorus-Krankenhaus derzeit nicht. Das liegt allerdings weniger daran, dass es keine Einsätze gibt, sondern vielmehr an einem neuen Pflaster.

Darum kann am Werner Krankenhaus derzeit kein Hubschrauber landen

Alles streng geregelt: Das Christophorus-Krankenhaus baut seine Landefläche für Rettungshubschrauber aus. In nordöstlicher Richtung sollen Helikopter die Fläche ab Ende des Monats anfliegen können – allerdings nicht in der Nacht. Foto: David Reininghaus

Ein kleines asphaltiertes H mitten auf der Rasenfläche – so sah die Hubschrauberlandefläche am St.-Christophorus-Krankenhaus bislang aus. Doch das ändert sich gerade. Der Landeplatz wird aufgehübscht, bekommt ein neues Pflaster. Ein Schritt, der nicht ganz freiwillig erfolgt, wie Rüdiger Bolesta, Technischer Leiter des Krankenhauses, auf Anfrage unserer Redaktion erklärt: „Es gibt neue Auflagen des Luftfahrt-Bundesamts. Die mussten wir umsetzen. So wie bisher konnte die Fläche nicht bleiben.“

15 mal 15 Meter muss die Landefläche für Hubschrauber demnach betragen. Und sie muss befestigt, in diesem Falle also gepflastert sein. Die Markierungen sind ebenfalls genau vorgeschrieben: ein rotes Kreuz und ein weißes H, das gleichzeitig als Landehilfe für die Hubschrauber fungiert. Rund 60 mal landet ein solcher Hubschrauber im Jahr laut Pflegedirektor Ludger Risse am St.-Christophorus-Krankenhaus – entweder um Patienten abzuholen und sie in ein anderes Krankenhaus zu transportieren, oder um Patienten hier abzuliefern. Patienten, deren Verletzungen, das „gesamte Spektrum der Inneren Medizin abdecken“, wie Risse sagt.

Nicht nur Schwerverletzte transportiert

Nicht immer handele es sich dabei jedoch um Schwerverletzte. Hubschrauber würden schließlich auch schon mal eingesetzt, wenn ein bodengebundener Notarzt zu weit vom Einsatzort entfernt oder nicht verfügbar sei. „Wir hatten mal eine spektakuläre Hubschrauberlandung auf dem Marktplatz. Der Patient, der dann zu uns geflogen wurde, hatte aber lediglich einen Kreislaufkollaps“, so Risse. Kein klassischer Fall für einen Rettungseinsatz auf dem Luftweg.

Aktuell darf zumindest neben dem Krankenhaus an der Straße Am See kein Hubschrauber landen. „Für den Zeitraum der Arbeiten mussten wir die Landefläche bei der Leitstelle abmelden“, sagt Bolesta. Zu riskant sei eine Landung derzeit. Nur bei einem Großeinsatz könnte die Rasenfläche neben dem Gebäude genutzt werden. Ist die neue Landefläche fertig – das soll bis Ende März der Fall sein –, dann darf sie außerdem nur tagsüber angeflogen werden. Der Grund: Es handelt sich eben „nur“ um eine Landefläche und nicht um einen Landeplatz. Für einen solchen Platz gelten laut Bolesta noch wesentlich striktere Auflagen – darunter eine komplette Ausleuchtung sowie eine Schaumkanone für den Fall, dass ein Helikopter in Brand gerät. Zusätzlich geschultes Personal wäre ebenfalls nötig.

Landefläche für Hubschrauber kostet 50.000 Euro

All dies sei am Christophorus-Krankenhaus nicht vorgesehen. In den Nachbarstädten Lünen und Unna gebe es solche Plätze schließlich bereits. Der Bedarf sei in Werne also nicht vorhanden. Obendrein wären die Kosten für einen modernen Landeplatz laut Bolesta wohl mindestens vier mal so hoch wie für die Landefläche. Und allein die kostet das Krankenhaus schon rund 50.000 Euro.

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