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Der Abriss der Fußgängerbrücke startet erst Anfang 2019

B54 in Werne

Die Hoffnung, noch in diesem Jahr mit dem Abriss der Fußgängerbrücke an der Münsterstraße in Werne und dem Bau des neuen Kreisels an gleicher Stelle starten zu können, erfüllt sich nicht.

Werne

von Wilco Ruhland

, 11.07.2018
Der Abriss der Fußgängerbrücke startet erst Anfang 2019

Der Abriss der Fußgängerbrücke über die B54 (Münsterstraße) erfolgt in diesem Jahr nicht mehr. © Helga Felgenträger

Der Start des Abrisses der Fußgängerbrücke über die B54, die Burgstraße und Becklohhof verbindet, kann vermutlich erst Anfang des nächsten Jahres beginnen. Ein Kreisverkehr soll sie ersetzen. Ursprünglich bestand bei Tiefbauamtsleiter Gisbert Bensch die Hoffnung, noch vor Weihnachten mit dem Abriss beginnen zu können.

Diese Hoffnung teilte er Mitte Mai den Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses mit. Auch wenn sich diese Hoffnung wohl nicht erfüllt, steht fest: Die Brücke soll weg. Sie sei einfach nur „hässlich“. Der wohl nicht ganz ernst gemeinte Vorschlag seitens der Politik, Stücke an den Rändern als Art Aussichtsplattform stehen zu lassen, verwirklicht sich natürlich nicht.

Abriss geht auch im Winter

Ende Mai stellte man den Antrag auf Abriss und gleichzeitig auf Bau eines neuen Kreisverkehres, wie Bensch auf Nachfrage erklärt. „Uns wurde ein vorzeitiger Baubeginn in Aussicht gestellt“, sagt er. Man hoffe, die Genehmigung noch in diesem Jahr zu erhalten. Durch die öffentliche Ausschreibung des Auftrages nach der Genehmigung dauere das Ganze dann noch einmal etwa zwei bis drei Monate, bis die baulichen Maßnahmen starten können, erklärt er.

Momentan rechnet Bensch damit, dass Abriss- und Baustart in diesem Jahr also nicht mehr erfolgen. „Ich gehe nach heutigem Stand davon aus, dass wir im Winter starten. Wahrscheinlich im Januar oder Februar“, schätzt der Tiefbauamtleiter. So ein Abriss funktioniere aber immerhin auch im Winter. Mit dem Abriss der Brücke verbinden will man dann direkt auch den Bau des neuen Kreisels. Der Baustart soll direkt im Anschluss erfolgen. Mit dem Antrag auf Förderung Ende Mai stellte man zusätzlich einen auf vorzeitigen Baubeginn.

Herabstufung der B54 im Januar 2018

Hintergrund der Demontage der kaum genutzten Fußgänger-Querung in luftiger Höhe ist das Horneprojekt (wir berichteten mehrfach). Im Zuge des auf Jahrzehnte angelegten Umbau- und Renaturierungsprojektes der Horne geriet auch die viel befahrene B54, die parallel zum Bachlauf führt, ins Visier der Planer.

Ihre Vision: die Herabstufung der Trasse von einer Bundes- zu einer Gemeindestraße. Dann wären Tempo 30 oder andere bauliche Einschränkungen möglich, die es als Bundesstraße nie gegeben hätte.

Durch die Eröffnung der Umgehungstrasse L518n (Nordlippestraße) vor einigen Jahren gab es auf einmal eine Umfahrungsmöglichkeit, die die Bedeutung der B54 im Stadtgebiet verblassen ließ.

Bauliche Veränderungen längs des Hornelaufs

Und tatsächlich: Nach vielen politischen Bemühungen war es gelungen, die B54 am 1. Januar 2018 zur Gemeindestraße herabzustufen. Nun lassen sich bauliche Veränderungen längs des Hornelaufes, wie der Brückenabriss und der Bau eines Kreisverkehres in diesem Bereich, leichter durchführen.

Die Abrisskosten betragen nach Stand aus dem Mai 90.000 Euro. 30.000 Euro kommen vom Bund, die restlichen 60.000 Euro fördert das Land NRW zu 65 Prozent. Die Kosten für den Kreisel sind mit rund 260.000 Euro veranschlagt.

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