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Deutscher Unterricht ist nicht so streng

WERNE Ihre ersten Eindrücke hatte die 22-köpfige Gruppe junger Franzosen am gestrigen Mittag bereits hinter sich, als sie vom Beigeordneten Lothar Christ im Stadthaus empfangen wurden. "Der Unterricht ist viel lockerer als in Frankreich, die Lehrer nicht so streng, die Schüler können alles machen", erzählten sie beim Empfang durchaus überrascht vom Schulleben in Deutschland.

Deutscher Unterricht ist nicht so streng

In Vertretung des erkrankten Bürgermeisters begrüßte Beigeordneter Lothar Christ (oben rechts) die Jungen und Mädchen aus der französischen Partnerstadt Bailleul im Stadthaus. Für die Jugendlichen gab es eine Mappe mit Informationen zu Werne.

Die 22 Jungen und Mädchen zwischen 14 und 16 Jahren sind bei Werner Familien untergebracht, deren Kinder auf die Realschule gehen. Für die Schule ist dies der bereits 34. Austausch mit den beiden Bailleuler Schulen Collège Immaculée Conception und Collège Maxime Deyts. Begleitet werden sie von den Lehrern Philippe Ségard und Christine Marris.

Für die Deutschlehrerin ist es bereits die 27. Gruppe, die sie in die deutsche Partnerstadt begleitet. Sie berichtet, dass es in Frankreich immer schwieriger werde, die Jungen und Mädchen für die deutsche Sprache zu begeistern, die meisten zögen Spanisch vor, weil das "leichter" sei.

Schüler hoch motiviert

Der große Vorteil der Deutsch-Kurse sei es jedoch, dass ihre Schüler hoch motiviert an die fremde Sprache herangingen und die Klassen kleiner als im Spanisch-Unterricht seien.

Die Jungen und Mädchen aus Wernes ältester Partnerstadt bleiben bis zum kommenden Mittwoch und haben bis dahin noch ein umfangreiches Programm vor sich: Heute geht's in die Zoom Erlebniswelt nach Gelsenkirchen und anschließend ins Centro nach Oberhausen. Das Wochenende bleibt frei zum Aufenthalt in den Gastfamilien und zum besseren Kennenlernen.

Am Montag ist ein Besuch in der Eissporthalle in Unna vorgesehen, am Dienstag Vormittag nehmen sie am Unterricht in verschiedenen Fächern teil; abends steht dann die Abschiedsfete auf dem Programm, bevor es dann am Mittwoch, 21. November, morgens um 9 Uhr wieder "au revoir" und "à la prochaine fois" heißt.

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