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Die Evenkamp-Serie

Die Evenkämper Kinder hatten ein Sim-Jü-Lied

EVENKAMP Auch die Kinder aus dem Evenkamp freuten sich auf Sim-Jü: Für das Volksfest in der Stadt lernten sie extra ein Sim-Jü-Lied auswendig. Ein Lehrer und der Rektor der Wienbredeschule hatten es komponiert. Wir haben eine Evenkämperin getroffen, die das Lied noch heute kennt.

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Cilly Meya, aufgewachsen in der Lippestraße, singt heute noch das Kirmeslied, das sie als Schülerin in der Wienbredeschule gelernt hat.

Cilly Meya, aufgewachsen in der Lippestraße, singt heute noch das Kirmeslied, das sie als Schülerin in der Wienbredeschule gelernt hat.

1937 wurde Cilly Meya nach acht Schuljahren als junge Frau aus der Köttersbergschule entlassen.

Cilly Meya (93), aufgewachsen an der Lippestraße, erinnert sich noch gut an das Kirmeslied aus ihrer Kindheit. Lehrer Emil Weißner hatte die Melodie komponiert und Rektor August Knaup von der Wienbredeschule den Text geschrieben: „Werne, und an Simon-Juda-Tag, ist Schönste auf der Welt“, beginnt der erste Liedvers.

Bei passender Gelegenheit, kürzlich im Nachbarschaftskreis, gibt sie es gerne zum Besten. Ursprünglich spielte sich die Kirmes nur an zwei Tagen ab: Am Sonntag und Dienstag (Kram- und Viehmarkt) und der Montag war Ruhetag. Doch im Laufe der Zeit setzte sich ein dritter Kirmestag durch – der Montag. „Die Idee hierzu hatte Carl Brauckhoff, der Kinobesitzer“, erinnert sie sich.

Einst ging Sim-Jü nur über zwei Tage

Wie schon der Heimatforscher Rainer Schulz in seinem Sim-Jü-Buch „625 Jahre Sim-Jü“ schreibt, war die Werner Bevölkerung von dem zusätzlichen Tag angetan. Zur ersten Kinder-Sim-Jü kamen 1934 rund 3000 Kinder. Im Laufe der Zeit etablierte sich der Montag zum weiteren Kirmestag.

In einem Umzug marschierten die Kinder von der Schule aus zum Hagen, wo sich der eigentliche Rummel abspielte. In seinem Sim-Jü-Buch geht Rainer Schulz auf den Umzug ein: „Im Umzug gab es einen prächtigen Königwagen, einen mit singenden Harfenmädchen und weitere Wagen, die mit bunt aufgeputzten kleinen Soldaten besetzt waren. Eine alte Oma fuhr zur Belustigung der vielen Zuschauer auf einem Motorrad hin und her. Aber auch die Hauptpersonen des Tages waren anwesend: Simon und Juda würdevoll und in orientalischen Gewändern auf einem der Wagen sitzend.“ So bewegte sich der Zug auf den Hagen zu.

Nach dem Lied gab es Freifahrten

Dort standen die Kinder zusammen und sangen das aktuelle Kirmeslied. „Anschließend hatten wir freie Fahrt auf den Karussells“, erzählt die Seniorin. Mit ihren Eltern ging sie traditionell an Sim-Jü-Dienstagmorgen auf die Kirmes. „Wir hatten alle schulfrei und wenn mein Vater nicht zur Zeche musste, gingen wir alle zusammen über den Viehmarkt. Dort war viel los.“

Das Singen hat Cilly Meya lange nicht verlernt. Später ging sie in den Kirchenchor St. Konrad. „Ich habe immer gerne gesungen.“ Doch als sie in die Stadt in den Thünen zog, war der Kirchberg zu weit. „Und die Chöre in der Nähe waren mir nicht so vertraut“, sagt sie.

Zur Person




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