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Faszination Flugdrohne

Drohnenpilot macht in Werne Hobby zum Beruf

WERNE Flugdrohnen sind mittlerweile ein beliebtes Hobby. Die surrenden Flugkörper ziehen viel Aufmerksamkeit auf sich ob in der Luft oder am Boden. Helmut Fiebig hat diese Faszination zum Beruf gemacht. Er arbeitet für die Aerometrics GmbH mit Büros in Werne und Olpe. Uns hat er erklärt, wofür er die Drohnen einsetzt - und worauf er achten muss.

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Pilot Helmut Fiebig mit der Drohne der Aerometrics GmbH.

Mit der Fernsteuerung und seinem Tablet kontrolliert Pilot Helmut Fiebig die Drohne in der Luft.

Till Fismann setzt einen neuen Akku ein. Die Drohne kann bis zu 15 Minuten in der Luft bleiben.

Vermessungsazubi Till Fismann zeigt das Modell einer neu gebauten Straße in Münster. Der 3D-Druck wurde mithilfe der GPS-Daten erstellt, die die Drohne geliefert hat.

Der 44-Jährige lässt für die Aerometrics GmbH eine Drohne mit GPS-Kamera aufsteigen. „Damit können wir Flächen exakt vermessen“, erklärt der Pilot. Die Kamera liefert zu jedem aufgenommenen Punkt gleich die passenden GPS-Daten. „So entstehen nicht nur exakte Pläne, sondern auch ganze Modelle.“ Mithilfe eines 3D-Druckers können die aufgenommenen Landschaften plastisch dargestellt werden.

Immer mehr Vermessungsbüros setzen auf die Unterstützung aus der Luft. Ganz ohne den klassischen Vermessungstrupp geht es aber doch nicht, weiß Till Fismann. Der 19-Jährige absolviert derzeit eine Ausbildung zum Vermessungstechniker im Büro von Michael Zurhorst und dessen Sohn Alexander, der auch Geschäftsführer der Aerometrics GmbH ist. „Es gibt Flächen, die zum Beispiel stark bewaldet sind. Hier müssen wir natürlich vom Boden aus Messpunkte setzen“, erläutert Fismann. Die Bodenmessungen tragen auch dazu bei, dass die GPS-Aufnahmen noch genauer ausgewertet werden können.

Jeden Start absprechen

Aerometrics verfügt zwar über eine Genehmigung, die Drohne über Werne fliegen zu lassen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Helmut Fiebig den Flugkörper jederzeit und überall aufsteigen lassen kann. „Jeder Start muss abgesprochen sein“, so der Pilot.

Und Flüge über Menschenansammlungen sind ohnehin Tabu. „Wobei wieder nicht eindeutig geklärt ist, ab wann es sich um Menschenansammlungen handelt.“ Eine von mehreren Grauzonen, in denen sich die Drohnen bewegen – vor allem, wann eine Versicherung für was haftet, ist noch nicht eindeutig beantwortet worden. Klar ist lediglich: Höher als 100 Meter darf keine Drohne fliegen – obwohl der GPS-Sender am gerät von Aerometrics eine Flughöhe von 2000 Metern zulassen würde.

Anwohner sind vorsichtig

Und auch Aufnahmen von Privatpersonen sind problematisch – zumindest, wenn die Piloten selbst privat unterwegs sind. „Bei manchen unserer Einsätze rufen Anwohner schon mal die Polizei“ berichtet Fiebig. „Das ist verständlich und für uns unproblematisch, weil wir über die entsprechenden Genehmigungen verfügen.“

Und über die passende Ausbildung. Die ist für ein Gerät wie das von Fiebig notwendig. Lediglich für Drohnen, die leichter als fünf Kilo sind, braucht es weder Nutzungsgenehmigung noch Schulung. Die gesetzlichen Regeln gelten hingegen schon. 

Eine Stunde mit dem Flächenflieger




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