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Tapeten Kroes an der Lünener Straße

Ein Blick zurück in die 160-jährige Geschichte

Werne Das Familiengeschäft Tapeten Kroes wird 160 Jahre alt. Nicht immer war es an seinem jetzigen Standort an der Lünener Straße beheimatet. Ein Blick zurück in die Geschichte einer Werner Kaufmannsfamilie.

Ein Blick zurück in die 160-jährige Geschichte

Heinricht Kroes vor seinem Geschäft im Jahr 1935. Foto: Tapeten Kroes

Nicht viele Läden können auf eine 160-jährige Geschichte blicken. Tapeten Kroes schon.

Wichtig ist dabei, mit den Strömungen der Zeit zu gehen. So sagt Chef Jochen Kroes (62), dass „Laminat und Design-Beläge, etwa in Plankenform“ momentan der Schwerpunkt bei den Bodenbelägen sind.

Denn Tapeten Kroes bietet nicht nur, wie der Name vermuten ließe, Tapeten, sondern vor allem auch Bodenbeläge an. „Wir machen alles außer Steinzeug.“ Vier Fachverleger zählen zu den insgesamt acht Mitarbeitern.

1858 Werkstatt am Kirchplatz errichtet

Angefangen hat die Geschichte der Werner Kaufmannsfamilie 1858, vor 160 Jahren, als Malermeister Heinrich Kroes am Kirchplatz 16 seine Werkstatt errichtete. 1863 kaufte der umtriebige Geschäftsmann das Haus an der Steinstraße 7.

In dem Gebäude blieb das Unternehmen immerhin 136 Jahre lang – bis 1999. Dann stand der Umzug zum aktuellen Firmensitz an der Lünener Straße an.

Sein Malerbetrieb war mittlerweile auf eine stattliche Größe angewachsen. Und wer glaubt, das Versandgeschäft sei erst durch die Firmen Neckermann und Quelle entstanden, kannte Heinrich Kroes nicht. Neben dem Handel mit Tapeten und Teppichen konnten Kunden bei ihm Möbel nach Katalog bestellen.

Umbau im Jahr 1950

Sohn Ferdinand übernahm nach Heinrichs Tod das Geschäft und intensivierte den Fuhrbetrieb, den sein Vater noch begründet hatte. Ferdinands Sohn Heinrich erlernte das Malerhandwerk und knüpfte damit an die Tradition seines Großvaters an.

Mit dem Wirtschaftsaufschwung nach dem Krieg baute Heinrich Kroes 1950 das Geschäft an der Steinstraße um, der vordere Teil des Hauses wurde abgebrochen, ein Neubau errichtet.

Ein Blick zurück in die 160-jährige Geschichte

So sah das Geschäft vor dem Umbau aus. Foto: Tapeten Kroes

Ein Blick zurück in die 160-jährige Geschichte

Mit dem Wirtschaftsaufschwung baute der umtriebige Geschäftsmann das Geschäft im Jahr 1950 um. Der vordere Teil des Hauses wurde abgebrochen, ein Neubau errichtet. Foto: Tapeten Kroes

Acht Jahre später wird noch einmal erweitert, große Teile des Hofes werden nun überbaut. 1960 gibt Heinrich Kroes das Malerhandwerk auf und verlegt sich auf Bodenbeläge.

Modernere Schaufenster

1970 übergab Heinrich die Geschäfte an seinen Sohn Heinz, der eine kaufmännische Lehre absolviert hatte. Nach der Umwandlung der Steinstraße in eine Fußgängerzone modernisierte Familie Kroes 1978 die Schaufensterfront, erweiterte die Verkaufsfläche auf 600 Quadratmeter.

Ein Blick zurück in die 160-jährige Geschichte

Nachdem die Steinstraße in eine Fußgängerzone umgewandelt wurde, modernisierte die Familie Kroes die Schaufensterfront. Das Bild zeigt das Geschäft im Jahr 1979. Bis zum Jahr 1999 blieb das Unternehmen dort ansässig. Immerhin 136 Jahre lang. Foto: Tapeten Kroes

Gut 20 Jahre später, im Jahr 1999, erfolgte der letzte Umzug zur Lünener Straße ins ehemalige Autohaus Werkmeister.

Nun also der 160. Geburtstag. Und den feiern Jochen Kroes und sein Team nicht allein – zum runden Datum gibt es viele Jubiläumsangebote für die Kunden.

Ein Blick zurück in die 160-jährige Geschichte

Freuen sich auf das Jubiläum (v.l.): Petra Voigt, Jochen Kroes und Roswitha Liers. Foto: Jörg Heckenkamp

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