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Eingetrocknete Pikrinsäure in zwei Werner Apotheken entdeckt

WERNE In zwei der neun Werner Apotheken wurde eingetrocknete und damit hochexplosive Pikrinsäure entdeckt. Das berichtete am Donnerstag der Sprecher der Kreispolizeibehörde Unna. "Es besteht allerdings keine akute Gefahr", betonte er.

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Unscheinbar wirkt das Pikrinsäure-Fläschchen im abschließbaren Sicherheitsschrank der Otto Schott-Realschule. Doch die pulverisierte Säure ist hochexplosiv, die Menge wäre im Ernstfall tödlich.

"Wir haben am Donnerstag alle Apotheken im Kreis Unna aufgefordert, ihre Bestände zu überprüfen und zu melden", so Volkmer weiter.

Das ziemlich überraschende Ergebnis: In 21 Apotheken befanden sich mehr oder weniger kleine Mengen eingetrockneter bzw. kristallisierter Pikrinsäure, die schon bei geringsten Erschütterungen wie einer Drehung am Gefäßdeckel detonieren kann.

In den beiden pharmazeutischen Betrieben in Werne sind laut Volkmer 20 bzw. 50 Gramm getrockneter Pikrinsäure aufgetaucht.

Dennoch sicher gelagert

"Es besteht aber keine akute Gefahr", betonte der Polizeisprecher. Die Pikrinsäure in der Apotheke Am Steinhaus und in der St.-Hubertus-Apotheke sei dem Gefährlichkeitsgrad entsprechend sicher gelagert. Was jetzt mit der Pikrinsäure geschieht, ob sie wie andernorts kontrolliert zur Explosion gebracht wird, konnte Volkmer nicht sagen. Das müssten die Experten des Landeskriminalamtes (LKA) entscheiden, die werden die betroffenen Apotheken aufsuchen.

LKA-Experten kommen

Wann die LKA-Beamten in Werne aktiv würden, sei angesichts der großen Zahl der Pikrinsäure-Fälle im ganzen Land derzeit nicht klar.

Neben den 21 Pikrinsäurefunden in Apotheken gibt es im Bereich der Kreispolizeibehörde Unna auch einen Fall in einer Schule, und zwar im Ernst-Barlach-Gymnasium in Unna. Am Freiherr-vom-Stein Gymnasium und an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Lünen - hier ist die Polizeidirektion Dortmund zuständig - mussten Restbestände an Pikrinsäure kontrolliert gesprengt werden.

Regelmäßige Kontrollen in Werne

Keine Probleme haben die Werner Schulen mit Pikrinsäure. Hier haben die Gefahrstoffbeauftragten offensichtlich regelmäßige Kontrollen durchgeführt und die Chemikalie feucht gehalten.

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