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Emotionale Geschichtswerkstatt in Werne ging zu Ende

WERNE Die Heimat verlieren, Haus und Hof plötzlich hinter sich lassen zu müssen, Familie, Freunde oder Angehörige zurücklassen. „Wer die Flucht und Vertreibung aus dem Osten nicht erlebt hat, kann dieses Leid nicht ermessen“, schildert Manfred Ogrissek in seinem Zeitzeugen-Bericht.

Emotionale Geschichtswerkstatt in Werne ging zu Ende

An ihrem letzten Abend der Geschichtswerkstatt "Flucht und Vertreibung" warfen die Teilnehmer einen Blick in die neue Ausstellung, die am Sonntag im Museum eröffnet wird.

Als 17-Jähriger hat er die grausame Nachricht in seinem Heimatort Großdöbern überbringen müssen, dass am nächsten Morgen um 8 Uhr die Evakuierung der Dorfbewohner erfolgen wird. Ogrissek und weitere 15 Autoren aus der Geschichtswerkstatt haben ihre Erlebnisse in dem neuen Band „Flucht und Vertreibung“ wiedergegeben. „Beim Lesen der Aufsätze bekam ich Gänsehaut“ „Beim Lesen der Aufsätze bekam ich Gänsehaut“, bemerkte Volkshochschulleiterin Regina Ruß am Dienstag Nachmittag, als sich die Teilnehmer zu ihrem letzten Kursabend im Obergeschoss des Museums getroffen hatten. Drei Semester lang saßen einmal im Monat zusammen, schilderten ihre Erlebnisse und lasen sich ihre Geschichten gegenseitig vor. Einige Geschichten wurden schließlich aufgeschrieben, von der VHS-Leiterin redigiert, gesetzt und mit Illustrationen versehen. Erzählte Geschichte aus den Jahren 1944 bis 1948. Ein Band mit 92 Seiten, der ab Sonntag für 5 Euro zu erwerben ist.Merkwürdige Dinge wurden in letzter Minute mitgenommen Parallel hierzu trug das Museum in Zusammenarbeit mit der Landsmannschaft der Schlesier Exponate für eine Ausstellung zusammen. Ein alter Kinderwagen aus Capelle, eine Fahne aus Lindewiese in Oberschlesien, Zimmermanns-Werkzeuge. „Es ist schon seltsam, was die Leute in letzter Minute mitgenommen haben“, stellte die Museumsleiterin fest. Noch am Dienstagmorgen wurde sie von einem ehemaligen Flüchtling aus dem Niederrhein angerufen, er wollte dem Werner Museum polnische Versorgungsmarken zur Verfügung stellen. Ausstellungsstücke aus der ostdeutschen Heimatstube in Unna-Massen Viele Ausstellungsstücke kommen auch aus der ostdeutschen Heimatstube in Unna-Massen. Spontan meldeten sich am Dienstag Teilnehmer, die ihre Erinnerungen an Schüler weitergeben möchten. Bei Interesse können sich die Schulen mit dem Museum in Verbindung setzen. Für dieses Jahr war es die letzte Werkstatt. Im nächsten Jahr geht es weiter unter dem Motto „100 Jahre Zeche Werne“.

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