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Faszinierende Mongolei

WERNE „Taliin Ochid“ ( Steppenmädchen) ist der Name der zwölfköpfigen Folkloregruppe, die am Donnerstagabend die Werner Bürger im Martin-Luther-Zentrum verzauberte. Die Steppenmädchen begeisterten ihr Publikum mit Schlangentanz und Pferdekopfgeige.

Faszinierende Mongolei

Es wurde farbenfroh im Martin-Luther-Zentrum, als die Mädchen in ihren klassischen Trachten Einzug hielten.

Wie in den Vorjahren begrüßten die jungen Künstlerinnen das Publikum mit einem kleinen Liedchen und wünschten „Sain Bainuu...“ (Guten Tag, ihr Freunde von überall her).

Die Mädchen verblüfften die rund 120 Besucher mit ihrem fast akzentfreien Deutsch sowohl bei ihren typischen traditionellen Landesgesängen als auch bei der überleitenden Erklärung am Mikrofon. Seit der ersten Klasse lernen die Schüler in der staatlichen deutsch-mongolischen Schule in „Ulan Bator“ Deutsch als Fremdsprache. Das Programm war weit gefächert und für alle Altersgruppen lohnenswert. Alles begann mit einem Vortrag über das Nomadenleben in der Mongolei. Zolzaya Mikhlan, die neben Minj Badgar in leuchtenden Landestrachten durch den Abend führte, berichtete, wie sie aufwuchs, welches gängige Umgangsformen sind und wie die Geflogenheiten in der Mongolei aussehen.

So begrüßt man sich beispielsweise mit einer Frage, die in unseren Ohren etwa so klingt: „Sind die Tiere dick?“ Und wenn ein Mongole mal austreten muss, sagt er: „Ich möchte nach den Pferden schauen“, erzählte Mikhlan lächelnd. Die Mädchen, im Alter von 14 bis 18 Jahren, die inzwischen seit zehn Wochen in Deutschland gastieren, sangen mit viel Charme traditionelle mongolische Kinder- und Volkslieder, erzählten Geschichten von Tieren, und boten neben einem Poptanz auch deutsche Lieder an.

Am spektakulärsten waren sicher der akrobatische Schlangentanz und die musikalischen Darbietungen auf der Pferdekopfgeige, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Das Programm war durch den häufigen Wechsel von Liedern, Tänzen und Kostümen sehr kurzweilig. Das bunte Ensemble machte – wie sie es sich im Willkommenslied vorgenommen hatten – Freude und brachte das Publikum auch durch die Erzählungen von der Heimat in eine andere Welt. Für diese lohnenswerte Entführung bat Pfarrer Marx im Vorfeld um eine lautlose Kollekte, die mit Sicherheit auch erfolgt ist.

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