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Grüne Oase statt Per und Tri

WERNE Zwei Jahrzehnte lang schlummerten auf dem Grundstück der früheren Kleiderfabrik Mai an der Capeller Straße die Krebs erregenden Chemikalien Per- und Trichlorethylen. Nun soll hier eine "grüne Oase" entstehen.

Grüne Oase statt Per und Tri

Weiß, kubisch, viel Glas: So sollen die Häuser auf dem ehemaligen Mai-Gelände aussehen.

Das ist die Vorstellung des Werner Unternehmers Thomas Hölscher. Er hatte das rund 4500 Quadratmeter große Grundstück Anfang dieses Jahres erworben, das alte Gebäude abreißen und den Boden sanieren lassen.

507 Tonnnen belastetes Erdreich

Dazu hat Hölscher in Abstimmung mit der Umweltbehörde beim Kreis Unna und unter den wachsamen Augen eines Gutachterbüros rund 507 Tonnen belastetes Erdreich ausbaggern und fachgerecht entsorgen lassen. Das Ergebnis fasst Jürgen Werner, Sachgebietsleiter Wasser und Boden beim Kreis Unna, zusammen: "Der Sanierungsfall konnte endlich glücklich abgeschlossen werden."

Boden- und Grundwasserproben haben laut Werner ergeben, dass die Schadstoffe tatsächlich weitestgehend beseitigt sind und alle Grenzwerte eingehalten werden: "Damit ist der Weg für eine neue Nutzung frei."

Konkrete Pläne

Wie diese aussehen soll, weiß Thomas Hölscher schon recht genau. Er hat Pläne für ein kleines, aber feines Wohngebiet entwerfen lassen, in dem fünf Einfamilienhäuser errichtet werden sollen. Eines will er selbst mit seiner Familie beziehen; vier jeweils etwa 650 Quadratmeter große Grundstücke sollen vermarktet werden, wobei Hölscher auf eine einheitliche und harmonische Gestaltung achten will. Die kubischen, weißen Gebäude sollen ein- bis zweigeschossig und mit raumhohen Glaswänden errichtet werden. Zwischen den einzelnen Häusern sollen möglichst viele Bepflanzungen - deshalb "grüne Oase" - unter anderem mit Blutbuchenhecken vorgenommen werden. Das Wohngebiet soll durch eine Mauer von dem nördlich angrenzenden Gewerbebetrieb abgeschirmt werden, um von vornherein Konflikte zu vermeiden.

Den Bauantrag für sein eigenes Haus will Thomas Hölscher schon in der nächsten Woche bei der Stadt einreichen, Baubeginn soll im kommenden März sein.

Die Vermarktung der vier anderen Grundstücke soll mit Beginn des neuen Jahres anlaufen.

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