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Ausbildungsmarkt

Grundlagen wie Ordnung und Pünktlichkeit fehlen

WERNE Auf die heimischen Unternehmen kommt ein womöglich vollkommen veränderter Ausbildungsmarkt zu. Das kann man zumindest glauben, wenn man den Worten von Roland Froch glaubt.

Grundlagen wie Ordnung und Pünktlichkeit fehlen

Roland Froch, Teamleiter Arbeitgeber-Service beim Jobcenter Kreis Unna.

Der Teamleiter Arbeitgeberservice beim Jobcenter Kreis Unna rät den heimischen Betrieben angesichts des ersten Doppel-Abiturjahrgangs 2013, über Bedarf auszubilden. In der Sitzung des Ausschusses für Soziales, bürgerschaftliches Engagement und öffentliche Ordnung begründete er diese Maßnahme mit den dann zahlenmäßig verstärkt auf den Markt geworfenen Abiturienten.Keine genaue Prognose

Abiturientenschwemme einerseits, weniger Bewerber der geburtenschwachen Jahrgänge andererseits in der nahen Zukunft: Die reinen Zahlen - im Mai bewarben sich im Mittelkreis (Bergkamen, Kamen, Werne) 485 jungen Menschen auf eine Ausbildungsstelle (Mai 2011: 464) - lassen zumindest derzeit keine genaue Prognose zu, wie sich der Bewerbermarkt entwickelt.

Doch ein Problem sei seit einiger Zeit evident und werde sich auf Zukünftiges auswirken, meint Froch: "Es wird in Zukunft immer schwerer, Bewerber und Stellen zusammen zu führen." Heißt: "Bei manchen Bewerbern fehlt es nicht nur an Schlüsselqualifikationen wie Ordnung und Pünktlichkeit. Viele haben Defizite bei Mathematik, Rechtschreibung oder auch dem Verhalten anderen gegenüber."Außergewöhnliche Arbeitszeiten sind unbeliebt Und: Berufe mit außergewöhnlichen Arbeitszeiten oder -bedingungen, wie Metzger oder Bäcker, packen Jugendliche laut Froch, trotz offener Stellen in diesen Bereichen, mit eher spitzen Fingern an.

Doch auch, was das betrifft, hat Roland Froch Ideen: "Die Unternehmen sollten gute Arbeitsbedingungen schaffen und auch damit werben." Zudem sei es wichtig, Jugendliche mit Defiziten besser zu betreuen und langsam an wichtige Abläufe und Prozesse heran zu führen. "So kann man eine Fluktuation verhindern", sagte Froch mit Blick auf Ausbildungsabbrecher.

Außerdem appelliert Roland Froch an die Politik: "Man könnte ja auch das Ausbildungssystem verändern: kürzere Zeiten bis zum Abschluss bieten und Anforderungen reduzieren."

 

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