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Erkundungsflüge

Hamm Gas will Fracking-Felder in Werne erkunden

WERNE Das Unternehmen Hamm Gas treibt seine Fracking-Pläne ehrgeizig voran – und niemand bekommt was davon mit. So lautet die Befürchtung der Werner „Bürgerinitiative gegen Gasbohren“ (Bigg). Das Energieunternehmen will zwischen dem 15. und 19. September per Helikopter auf die Suche möglichen Plätzen für die umstrittene Erdgasförderung gehen.

Hamm Gas will Fracking-Felder in Werne erkunden

Christian Krumkamp (r.), Bigg-Sprecher, kritisiert das Verhalten von Stadtspitze und Politik.

In einem Schreiben an Bürgermeister Lothar Christ bringt Bigg-Sprecher Christian Krumkamp seine Verwunderung zum Ausdruck: „Wir halten die Situation für äußerst besorgniserregend. Ferner sind wir irritiert, dass die Werner Bevölkerung über derartige Vorgänge, die hier definitiv jeden Bürger betreffen, nicht informiert wird.“

Konkret geht es um die „geophysikalische Luftuntersuchung und Vermessung“, die Hamm Gas zwischen dem 15. und 19. September durchführen will. Dabei sollen mithilfe eines Hubschraubers insgesamt 90 Quadratkilometer Fläche in Augenschein genommen werden. Hamm Gas erhofft sich dadurch neue Erkenntnisse für seine Pläne, in Hamm und im südlichen Münsterland unkonventionelles Erdgas zu fördern. Eines der sogenannten Erlaubnisfelder, in denen der Konzern nach dem Flözgas suchen darf, befindet sich zum Teil auch auf Werner Gebiet – östlich der Autobahn, unter Stockum und Horst.

„Ist Ihnen bekannt, dass Erkundungsflüge stattfinden sollen, die vermutlich auch über Werner Stadtgebiet führen?“, fragt deshalb Christian Krumkamp in seinem Brief an den Bürgermeister. Und weiter: „Ist Ihnen bekannt, dass die Hamm Gas Probebohrungen durchführen will und auch hierzu die erforderlichen Anträge gestellt hat?“ Während zum Beispiel die Verwaltungsspitze in Drensteinfurt bereits ein bundesweites Netzwerk der Kommunen gegen Fracking gefordert hat, sieht die Bigg in der Werner Politik kaum nennenswerte Aktivitäten: „Jetzt, wo wir die Bedrohung – namentlich die Hamm Gas – direkt vor der Tür haben, sollte etwas geschehen“, so Krumkamp. „Ich hoffe, dass nun etwas mehr passiert als lediglich Bekundungen, dass die Werner Politiker das Fracking-Verfahren ablehnen.“

 

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