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Auf der A1

Heiligabend-Unfall bei Werne: Angeklagter akzeptiert Geldstrafe doch

Werne Fast drei Jahre nach dem tödlichen Verkehrsunfall an Heiligabend auf der A1 bei Werne hat ein Angeklagter nun doch die gegen ihn verhängte Geldstrafe akzeptiert. Der Richter wurde in der Berufungsverhandlung im Landgericht Dortmund sehr deutlich.

Trauer, Wut und tiefe Enttäuschung bestimmen das Leben der Angehörigen des Todesopfers seit jenem verhängnisvollen Heiligabend 2014. Der 31-jährige Mann hatte auf der Autobahn A1 nahe der Ausfahrt Hamm-Bockum/Werne eine Panne, alarmierte einen Abschleppdienst und wartete geduldig auf die Bergung seines Fahrzeugs vom Standstreifen. Das Unheil sah er nicht kommen.

Das näherte sich in Gestalt von zwei Autofahrern in ihren Fahrzeugen, die mit hohem Tempo auf die Bergungsstelle zufuhren. Ein 71-jähriger Rentner zog von der rechten Spur auf die linke, als er die Blinklichter des Abschleppers bemerkte. Dort konnte der angeklagte Geschäftsmann in seinem BMW nicht mehr rechtzeitig bremsen. Es kam zur Kollision, beide Fahrzeuge schleuderten – und erfassten schließlich den 31-Jährigen auf dem Standstreifen.

Rentner war freigesprochen worden

Im ersten Prozess hatte das Amtsgericht Lünen den Rentner freigesprochen. Dem Geschäftsmann aber warf der Richter damals vor, mit unangemessen hohem Tempo auf eine unübersichtliche Stelle zugefahren zu sein. Der 51-Jährige hatte zunächst gegen das erstinstanzliche Urteil Berufung eingelegt.

Im Berufungsprozess kritisierte der Dortmunder Richter Meinhard Northoff am Mittwoch den Freispruch für den 71-Jährigen. „Ich glaube schon, dass auch ihn eine Mitschuld trifft“, sagte er. Der Geschäftsmann sei aber in jedem Fall für die Kollision verantwortlich. „Sie können sich nicht darauf berufen, dass es an dieser Stelle keine Geschwindigkeitsbegrenzung gab. Die Situation war unübersichtlich, daher hätten Sie langsamer fahren müssen.“

Der 51-Jährige nahm daraufhin seine Berufung zurück und akzeptiert nun doch die Geldstrafe von 21.000 Euro (140 Tagessätze).

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