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Vermisste Werner Seniorinnen

Heimbewohnerinnen wollten nur einen Ausflug machen

Werne Die Suche nach zwei Bewohnerinnen aus dem Seniorenzentrum Antonius an der Ottostraße in Werne sorgte für große Aufregung. Allerdings nicht bei den beiden selbst. Sie wollten wohl nur einen Ausflug machen, hatten aber etwas Entscheidendes vergessen.

Heimbewohnerinnen wollten nur einen Ausflug machen

Die beiden Seniorinnen, die mindestens 21 Stunden verschwunden waren, kehrten am Mittwochabend wieder zurück ins Seniorenzentrum Antonius. Sie hatten sich nicht abgemeldet. Das sorgte für eine Öffentlichkeitsfahndung. Foto: Zicke (A)

Große Erleichterung machte sich im Werner Seniorenzentrum Antonius am Mittwochabend breit. Die beiden Bewohnerinnen, die seit mindestens 21 Stunden vermisst wurden, waren wieder zurückgekehrt.

„Ihnen geht es gesundheitlich gut. Sie sind wohlauf“, sagt Einrichtungsleiterin Anke Adebahr einen Tag später. Ob und wie sich die beiden Frauen in der Zeit versorgt hätten, ist nicht nachvollziehbar. Denn sie hüllen sich in Schweigen. „Sie sagen nur, dass es schön war. Sonst sagen sie nichts“, sagt Adebahr.

Nicht bei Betreuern abgemeldet

Klar ist, dass sich die beiden nicht bei ihren Betreuern abgemeldet hatten. Dass die sich große Sorgen während der Abwesenheit der älteren Frauen gemacht haben, ist verständlich. Die beiden Seniorinnen, die Medikamente nehmen, hingegen „haben sich nichts Schlimmes dabei gedacht“, so Adebahr. Sie wollten offenbar nur einen Ausflug machen. Dieser führte sie zu einem Haus in der Lütkeheide, etwa einen Kilometer vom Seniorenzentrum an der Ottostraße entfernt.

Werne Die Polizei konnte die mehrstündige Suche nach den beiden Bewohnerinnen des Seniorenzentrums Antonius an der Ottostraße in Werne wieder einstellen. Nach einer Nacht und einem ganzen Tag brachte ein Taxi die beiden Frauen ins Seniorenzentrum zurück.mehr...

Ob die beiden 63- und 71-jährigen Seniorinnen sich die ganze Zeit in dem Haus aufhielten und ob sie die Hausbewohner kennen, ist unklar. Dort hatten sich die beiden jedenfalls aufgehalten, ehe sie am Mittwochabend mit dem Taxi ins Seniorenzentrum zurückgefahren wurden. Den entscheidenden Hinweis gab es durch die Öffentlichkeitsfahndung, die die Polizei am frühen Mittwochabend gestartet hatte.

Türen können und sollen nicht abgeschlossen werden

Das Seniorenzentrum Antonius verfügt über eigenständige Wohnbereiche mit Gemeinschaftsräumen. Die Bewohner können das Zentrum verlassen – auch über Nacht. Die Betreuer müssen aber Bescheid wissen. „Wir können die Türen nicht abschließen und das wollen wir auch nicht“, sagt Anke Adebahr.

Nun hofft die Einrichtungsleiterin, dass die beiden Frauen und die anderen Bewohner des Seniorenzentrums aus dem Fall lernen und ihnen bewusst wird, wie gefährlich solch ein Ausflug werden kann. „Es hätte ja etwas passieren können. Wenn wir nicht wissen, wo sich die Bewohner aufhalten, dann wissen wir ja nicht, wo wir anfangen sollen zu suchen.“

Das kann auch gesundheitliche Folgen haben. Die beiden zuletzt vermissten Bewohnerinnen, die sich öfter gemeinsam im Seniorenzentrum aufhalten, hatten ihre Medikamente nicht mitgenommen. Dass die beiden ihre Arznei nicht eingenommen hatten, habe allerdings keine Probleme gemacht, so Adebahr.

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