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Einweihung am 6. Dezember

Im Museumsgarten entsteht eine lebensgroße Weihnachtskrippe

Werne Lange herrschte im Garten des Werner Stadtmuseums Langeweile. „Wer sind die denn?“, mag sich daher wundern, wer am Nikolaustag am Roggenmarkt entlangläuft. Doch die, die sich da um die Krippe tummeln, sind starr.

Im Museumsgarten entsteht eine lebensgroße Weihnachtskrippe

Die Puppengesichter hat Marita Gräve vom selbst bemalt und auch die Kostüme verziert. Dieser Junge wird eines der Kinder sein, die im Krippenspiel das Kamel führen. Foto: Christin Mols

Das Kind, das das große Kamel am Halfter führt, war schon einmal Jim Knopf. Jetzt wird es ein Hirtenjunge. Ein bisschen mehr Farbe hat der Kleine noch bekommen und ein feines Gewand aus Satin und Samt.

Die Figur, die einmal ein Schaufenster dekorierte, ist nur eine von etwa 25, die ab dem Nikolaustag, 6. Dezember, im Museumsgarten auf neugierige Besucher warten. Darunter sind 15 lebensgroße Puppen, aber auch Ochsen, Schafe, ein Hirtenhund und ein großes Kamel.

Im Museumsgarten entsteht eine lebensgroße Weihnachtskrippe

Gottfried Forstmann und Marita Gräve von Verkehrsverein Werne mit einem Teil ihrer Puppen. Foto: Christin Mols


Die vierbeinige Bestellung aus dem Online-Handel, die rund 1,80 mal 2,10 Meter misst, kommt hoffentlich rechtzeitig an, denn am Mittwochabend um 18 Uhr soll die lebensgroße Weihnachtskrippe um Maria, Josef und das Jesuskind, mitsamt der Heiligen Drei Könige, den Engeln und Hirten, eingeweiht werden.

„Schon jahrelang haben wir die Puppen gesammelt. Sie kommen aus ganz Deutschland, ein paar sogar aus Österreich“, berichtet Gottfried Forstmann, Vorsitzender des Verkehrsvereins Werne. Der hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Garten des Stadtmuseums zu beleben, denn „dort ist wenig los“. Das soll sich ändern.

Im Museumsgarten entsteht eine lebensgroße Weihnachtskrippe

Hier im Museumsgarten soll die Weihnachtskrippe aufgebaut werden. Der Eingang ist auf der Straße Roggenmarkt. Foto: Christin Mols

Viel Arbeit steckt in dem Projekt. Schon vor vielen Wochen hat Verkehrsvereins-Geschäftsführerin Marita Gräve begonnen, die Puppen zu bemalen, zu frisieren und einzukleiden. Keine leichte Aufgabe bei den ungelenken Körpern, die die zierliche 66-Jährige oft um eine Kopflänge überragen.

„Ich muss die Ärmel von der Kleidung trennen und später wieder befestigen. Die Puppen können ja nicht einfach die Arme heben und ich zieh das Teil drüber“, sagt Marita Gräve, die eine noch nackte Maria vor sich hat.

Im Museumsgarten entsteht eine lebensgroße Weihnachtskrippe

Marita Gräve mit der noch unfertigen Maria. Da die Puppe zu hell war, hat die 66-Jährige ihr an den Körperstellen, die man sehen wird, etwas mehr „Leben“ aufgemalt. Foto: Christin Mols

Bereits am Freitagmorgen haben Vereinsmitglieder im Museumsgarten gearbeitet. Das Pavillon-Gestell ist in Schilf gehüllt. Strohballen, Jütestoff und Holzelemente liegen schon bereit. Einige Figuren sind aktuell an den Adventsmarkt in der Freilichtbühne ausgeliehen, erst am Montag kehren sie zurück an den Roggenmarkt.

Wenn am Stadtmuseum alles steht, soll das bis zum 6. Januar, Heilige Drei Könige, so bleiben. „So etwas gibt es im ganzen Umfeld nicht“, ist Gottfried Forstmann voller Vorfreude. Zur Einweihung wird er zum Nikolaus für die Kleinen, für die Großen gibt es Suppe und Glühwein.

Im Museumsgarten entsteht eine lebensgroße Weihnachtskrippe

Zwei der Heiligen Drei Könige: Vorne ist Balthasar, hinten sieht man Caspar. Foto: Christin Mols

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