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"Jedem Kind ein Instrument" - nicht in Werne

WERNE "Jeki - Jedem Kind ein Instrument" ist ein landesweites Projekt der Musikschulen. Erst- und Zweitklässler sollen eine bessere musikalische Ausbildung bekommen. Leider nicht in Werne - denn es fehlt an Geld. Über Spenden soll das Projekt gestemmt werden. Der Musikschulkreis Lüdunghausen schickte sogar einen Brief an die Eltern mit Bitte um Unterstützung.

"Jedem Kind ein Instrument" - nicht in Werne

Das Projekt "Jeki" soll allen Erstklässlern die Chance bieten, kostenlos ein Instrument zu erlernen.

Kinder, die im ersten Schuljahr an dem Jeki-Projekt teilgenommen haben, wollen jetzt weitermachen, sich mit ihren Instrumenten beschäftigen und spielen lernen. Doch für die Zweitklässler fehlt leider das Budget. Bislang ist einfach nicht das Geld für die Anschaffung der Instrumente vorhanden. Auch der Spendenaufruf in den Ferien führte nicht zu dem erwünschten Erfolg. „3000 Euro sind bislang auf dem Konto“, teilte Musikschulleiter Dr. Hans Wolfgang Schneider auf unsere Anfrage hin mit.

Einen Gesamtbetrag von 25 000 Euro muss die Stadt Werne über ein Sponsoring beisteuern, die restlichen 25 000 Euro übernimmt die Kultur-Stiftung.

"Sind Sie bereit, Ihrem Kind ein Instrument zu kaufen?"

In ihrem Brief richtete daher die Musikschulleitung folgende Anfrage an die Eltern: Steht Ihrem Kind schon ein Instrument zur Verfügung? Sind Sie bereit, ein Instrument für Ihr Kind selber anzuschaffen?

„Damit könnten wir unseren Bedarf an Instrumenten mindern“, erklärt Schneider und ist optimistisch, bis zum Herbst das Geld eingesammelt zu haben.

Geld statt Geschenke

Kürzlich habe beispielsweise eine Dame auf Geburtstagsgeschenke verzichtet. Das Geld stellte sie dem Projekt zur Verfügung. Am  Donnerstag wollen sich die Schulleiter mit der Stadt Werne und der Musikschule zusammensetzen. „Gedacht ist an einen Sponsorenlauf“, bemerkte Schneider.

Eltern sind enttäuscht

Die Eltern der Wiehagenschule sind enttäuscht. An ihrer Schule wie an vielen anderen Werner Grundschulen hatte sich fast jedes Kind der ersten Klasse an der Jeki-Erprobungsphase beteiligt und möchte nun gerne weitermachen.

„Auch wir werden uns zusammensetzen und Aktionen überlegen“, kündigte Kerstin Kirschmann-Krause, deren Tochter Pauline mit Begeisterung an dem Projekt teilgenommen hat.

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