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Kann Werne sich einen Kunstrasenplatz leisten?

WERNE Wie teuer ist ein Kunstrasenplatz, wie hoch die Unterhaltskosten und wie lange hält überhaupt eine solche Anlage? Das waren die Hauptfragen von Werner Vereins-Vertretern bei einer Informationsveranstaltung des Stadtsportbundes.

Kann Werne sich einen Kunstrasenplatz leisten?

Vertreter von Sportvereinen, Verwaltung und Stadtsportbund erhielten Informationen über Kunstrasenplätze und konnten sich Muster ansehen.

Mitarbeiter der Firma ASPG aus Düsseldorf, die Kunstrasensystem herstellt, standen als Referenten zur Verfügung. "Bevor man sich für einen bestimmten Kunstrasenplatz entscheidet, ist ein Nutzungsprofil erforderlich", klärte ASPG-Geschäftsführer Werner Jakobs auf. Denn die Intensität und Häufigkeit sei entscheidend für die Wahl des Belages.

In Werne kann realistisch im Jahr mit 2500 Stunden Nutzungsdauer gerechnet werden. "Dann hält der Kunstrasen etwa zehn Jahre", so Jakobs. Schon jetzt zeichnen sich Probleme mit den Nutzern ab. "Auf einem klassischen Kunstrasen ist zum Beispiel Hockey nur bedingt möglich", so Jakobs. Auch eine Leichtathletikbahn aus Kunststoff bedeute eine erhebliche Verteuerung.Naturrasen im Unterhalt am Günstigsten

Auch die Unterhaltskosten dürfen nicht vernachlässigt werden. "Sie sind etwa gleich hoch wie bei einem Aschenplatz, aber fünfmal niedriger als ein Naturrasen." Professionell muss der Kunstrasen zweimal im Jahr gepgflegt werden, was 5000 Euro kostet. Die übrige ständige Pflege kann von anderen Personen erbracht werden. Nicht zu vernachlässigen sind auch Entsorgungskosten.

Ein normaler Fußballplatz ist mit etwa 300 000 Euro zu veranschlagen, dazu kämen noch Laufbahnen und Sauberkeitsstreiefn. Summen um die 500 000 Euro sind da nicht unrealistisch. "Wir brauchen Materialien an die Hand, um die Politik zu überzeugen", sagte Stadtsportchef Jürgen Zielonka. So war dann auch noch die Frage nach der Finanzierung zu klären. "Da können wir nicht helfen, dass ist in jedem Land und Verband verschieden", so Werner Jakobs. Auf jeden Fall war der Infoabend wieder ein Schritt mehr in Richtung Kunstrasenplatz.

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