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Pensionärstreffen

Kraftwerk: Gasblock „Gustav“ in Stockum reaktiviert

Werne Die Kraftwerker halten zusammen: Beim dritten Pensionärstreffen kamen von 158 Mitgliedern 139 zusammen. Sie tauschten sich über alte Zeiten aus – und waren ebenso gespannt über Neues aus der Führungsebene.

Kraftwerk: Gasblock „Gustav“ in Stockum reaktiviert

Gemeinsam mit dem Vorstand der Pensionär-Vereinigung RWE Kraftwerk Gersteinwerk stellten sich Kraftwerksleiter Dr. Ralf Heitmüller (4.v.r.) und Betriebsratsvorsitzender Joachim Cramer (l.) zum Gruppenfoto auf: (v.l.) Willy Körner (2.v.l.), Meinolf Aubke, Manfred Hollekamp, Hubert Finkennest, Michael Hüttemann, Jürgen Otto und Gerd Schweins. Foto: Helga Felgenträger

Zum dritten Pensionärstreffen versammelten sich am Freitag 139 Mitglieder im Stockumer Bürgerhaus. Die Pensionär-Vereinigung RWE Kraftwerk Gersteinwerk hatte sich vor drei Jahren gegründet. Sinn und Zweck: „Gemeinsamer Erfahrungsaustausch und Erinnerungen wachhalten“, erklärte Vorsitzender Hubert Finkennest im Gespräch mit unserer Redaktion.

Interessiert sind die ehemaligen Kraftwerksmitarbeiter aber auch stets an aktuellen Informationen ihres früheren Arbeitsplatzes. Daher nahm am Freitag auch Kraftwerksleiter Dr. Ralf Heitmüller die Gelegenheit wahr, die Pensionäre auf den neuesten Informationsstand zu bringen.

Gasblock G reaktiviert

Die Nachricht, die sie wohl am meisten gefreut haben dürfte: „Der Gasblock G wurde reaktiviert“, berichtete Heitmüller. Da die Gaspreise momentan gering sind und es Engpässe bei der regenerativen Energieversorgung gegeben habe, sei „Gustav“ wieder am Netz.

Mit der Leistung von 700.000 Kilowattstunden versorgt er etwa 100.000 Haushalte pro Tag mit Strom. Der Block dient als Reserve, wenn Sonne- oder Windkraft nicht ausreichen. „Vor zehn Jahren wurde er außer Betrieb genommen“, erinnerten sich die Kraftwerker.

Politische Entscheidung


„Das Kraftwerk entspricht in seiner jetzigen Ausstattung dem neuesten Stand“, betonte Manfred Hollekamp. „Es war einzig und allein eine politische Entscheidung, das Werk 2019 zu schließen.“ Michael Hüttemann erinnerte daran: „Wir waren einst das größte Erdgas-Kraftwerk Europas.“

Bei seiner Rede lobte der Kraftwerksleiter den Einsatz der 122 Beschäftigten, die momentan noch im Kraftwerk arbeiten. „Alle sind hoch motiviert“, betonte er. „Auch bei der Reaktivierung des Gasblocks sorgten sie für einen reibungslosen Ablauf.“ Bei ihrem letzten Pensionärstreffen 2016 waren es noch 180 Mitarbeiter.

Keine betriebsbedingte Kündigung

Betriebsratsvorsitzender Joachim Cramer konnte dem Lob des Kraftwerksleiters nur zustimmen. Gleichwohl zeigte er sich erfreut, dass alle Arbeitsverträge sozialverträglich abgebaut werden können. „Es fällt keiner ins Leere und es werden keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen.“ Einige Kollegen gehen zum Kraftwerk Westfalen in Hamm-Uentrop, nach Essen-Karnap, zu Westnetz oder in Altersteilzeit.

Im Anschluss an die Berichte rief der Vorsitzende die Mannschaft ans Büfett: Ganz traditionell und westfälisch konnten sie sich an Grünkohl und Mett laben und zum Nachtisch gab es Rote Grütze und Herrencreme.

Vorstandswahlen

Bei ihrem Treffen richtete die Pensionär-Vereinigung RWE Kraftwerk Gersteinwerk ihre Jahreshauptversammlung mit Wahlen aus:

  • Hubert Finkennest wurde erneut zum Vorsitzenden gewählt. Die Wahl des zweiten Vorsitzenden (derzeit Theo Stork) steht nächstes Jahr an.
  • Zum zweiten Kassierer wählten sie Manfred Hollekamp, zum Schriftführer Meinolf Aubke und zu den Kassenprüfern Willy Körner und Gerd Schweins.
  • Das Gersteinwerk feierte am 2. September sein 100-jähriges Bestehen.

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