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Ordnungsamt schrieb Strafzettel

Kurz Auto ausgeladen: Knöllchen für Werner Familie

WERNE Schnell die neue Esszimmergarnitur ausladen und in die Wohnung schleppen? In der Fußgängerzone von Werne geht das nicht immer. Diese Erfahrung mussten jetzt auch Sandra und Tobias Teifel machen. Sie kassierten ein Knöllchen über 30 Euro, weil sie in der Mittagszeit Möbel ausladen wollten.

Kurz Auto ausgeladen: Knöllchen für Werner Familie

Am Ende des Schlots steht zwar das Fußgängerzonenschild, der Hinweis zu den Lieferzeiten fehlt hier aber. Außerdem ist das Schild durch den Busch leicht verdeckt.

Grund für den Strafzettel sind die Anlieferzeiten in der Innenstadt. Nur zwischen 19 bis 11 Uhr ist es zulässig, den Wagen hier abzustellen, um ein- und auszuladen.

Die Familie Teifel wohnt an der Konrad-Adenauer-Straße im Elf-Giebel-Haus. Sandra und Tobias Teifel hatten sich beim Möbelhaus einen kleinen Transporter ausgeliehen, parkten das Auto dann in der Mittagszeit kurz zum Ausladen des Tisches und der Stühle vor der ehemaligen Brasserie.

Zu lange für einen Mitarbeiter des Ordnungsamtes. „Für zehn Minuten“ kassierten die Teifels ein Knöllchen über 30 Euro – mit Verweis auf die Lieferzeiten. „Wir haben das Schild nicht gesehen, wollten erst nicht zahlen. Es wurde uns gesagt, dass das doch an der Einfahrt zur Bonenstraße hängt. Wir sind aber über die kleine Straße Schlot in die Stadt gefahren, dort steht nichts von Lieferzeiten“, erzählt Tobias Teifel.

Fußgängerzonenschild steht erst hundert Meter weiter

Am Eingang des Schlots steht nur ein Sackgassen- und ein Anlieger-Frei-Schild. Das Fußgängerzonenschild kommt erst hundert Meter weiter – leicht verdeckt hinter einem Busch. Heißt aber natürlich dennoch: Einfahrt verboten. „Da müsste eigentlich auch ein Lieferzeitenschild angebracht sein“, sagt Jürgen Menke vom Ordnungsamt. Er will sich die Lage anschauen und das fehlende Schild ersetzen.

Sandra und Tobias Teifel haben ihr Knöllchen mittlerweile gezahlt. Trotzdem sei die Regelung nicht anwohnerfreundlich, die Parksituation sei eh schon schlecht.

Ein wenig Spielraum nur für Paketdienste

„Und wenn ich die ganzen Fahrradfahrer und Paketdienste durch die Stadt fahren sehen, frage ich mich, ob man bei Anwohnern nicht mit mehr Fingerspitzengefühl vorgehen oder eine andere Regelung finden könnte“, sagt Tobias Teifel. Ausnahmen sind laut Jürgen Menke jedoch nicht möglich. „Ab 11 Uhr braucht man eine Genehmigung. Ein Tag kostet 20 Euro, eine Woche 30 Euro. So besagt es die Straßenverkehrsordnung.“

Nur am Roggenmarkt ist das Be- und Entladen trotz Fußgängerzone zwischen 8 und 18 Uhr gestattet. Eines räumt Jürgen Menke dann aber doch ein: Ein wenig Spielraum gebe man nur den Paketdiensten. „Das ist für die sonst kaum zu schaffen.“

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