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Mittwochabend neun Knöllchen in der Fußgängerzone Werne verteilt

Sonder-Kontrolle

Parken in der Fußgängerzone, Alkohol-Gelage auf Spielplätzen, Müll und Hundekot auf den Straßen – solchen Bürger-Beschwerden ging eine Sonder-Kontrolle am Mittwochabend auf den Grund.

Werne

von Jörg Heckenkamp

, 21.06.2018
Mittwochabend neun Knöllchen in der Fußgängerzone Werne verteilt

Verschiedensten Bürger-Beschwerden, wie die über Falschparker, ging eine Sonder-Kontrolle am Mittwochabend auf den Grund. © Jörg Heckenkamp

Den Ausgang der Sonder-Kontrolle fasst Ordnungsamtsleiterin Kordula Mertens perspektivisch so zusammen: „Eigentlich wäre es ja gut, wenn wir niemanden erwischen.“ Ganz so folgenlos blieb die gemeinsame Abendstreife von Ordnungsamt, Polizei und Jugendamt am Mittwoch allerdings nicht. Haupt-Übeltäter: Autofahrer, die verbotenerweise durch die Fußgängerzone fuhren oder dort parkten. „Wir haben gut ein Dutzend Pkw-Fahrer überprüft und neun Knöllchen geschrieben.“

Reaktion auf Bürger-Beschwerden

Anlass der Aktion: immer wieder auftauchende Bürger-Beschwerden über verschiedenste Missstände in Werne, wie zum Beispiel:

  • randalierende Jugendliche in der Tiefgarage
  • Hundekot auf Wegen und Plätzen
  • Alkohol-Gelage etwa am Gradierwerk
  • Fahrradfahrer in der Fußgängerzone
  • Müll und Unrat
  • Graffiti und Aufkleber auf Straßenschildern.

Nachdem sich die Politik in den verschiedensten Ausschüssen mit diesen Klagen befasst hat, startete das Ordnungsamt nun diese Aktion: unangekündigt, mit Polizeivertretern an Bord und in den Abendstunden.

13 Kontrolleure in drei Gruppen

„Wir waren am Mittwochabend mit 13 Leuten in drei Gruppen von 18.30 bis etwa 21 Uhr unterwegs“, sagt die Ordnungsamts-Leiterin. Während eine Gruppe sich mit dem Auto in äußere Stadtbereiche sowie nach Stockum aufmachte, durchforsteten die beiden anderen Trüppchen die neuralgischen Punkte in der Werner Innenstadt.

Fazit: Weder in der Tiefgarage noch auf Schulhöfen oder Spielplätzen waren die oft verschrieenen trinkenden oder pöbelnden Jugendlichen anzutreffen. Auch an der Saline blieb es ruhig, trotz des lauen Sommerabends, sagt Mertens: „Es waren nur wenige Jugendliche unterwegs.“ Die Kunde von der Kontrolle wird doch wohl nicht durchgesickert sein...?

Jedenfalls ist Mertens gar nicht böse, dass nicht so viel Sünder in die Fänge gegangen sind. „Wir wollen ja nicht strafen, sondern Präsenz zeigen.“ Sie weiß natürlich auch, dass eine einmalige Aktion schnell verpuffen würde. Mertens will die Aktion noch mehrfach wiederholen, etwa in den Sommerferien. Eventuell an verschiedenen Tagen und zu unterschiedlichen Uhrzeiten, denn: „Das Klientel ist dann doch immer anders.“

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