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Möhnesee-Shuffle: Bootstour mit Jazz und "Schampus"

WERNE Eine Bootstour auf dem Möhnesee klingt nach einem beschaulichen Abend. Schön. Doch dass Beschaulichkeit nicht alles sein muss, bewies der Jazzclub Werne e.V. am Samstag mit dem elften Möhnesee-Shuffle.

Möhnesee-Shuffle: Bootstour mit Jazz und "Schampus"

Ein gelungenes Zusammenspiel zwischen Horst Janßen, Giselher Spath, Klaus Schmedtmann, Samy Schimkus und Bernd Jacobs beim elfeten Möhnesee-Shuffle.

Das beliebte Großereignis auf dem Möhnesee organisierten die Werner in Zusammenarbeit mit den Jazzclubs Arnsberg, Lippstadt und Soest. „Nur durch die Kooperation ist es möglich, in den Genuss richtiger guter Bands zu kommen“, schwärmt Bernd Gloger, Vorstandsmitglied des Werner Jazzclubs. Und auf der MS Möhnesee begeisterten auf zwei Decks abwechselnd die „Schampus All Stars“ mit Dixieland und Swing sowie das „Crazy“ Chris Kramer Duo mit Rhythm 'n' Blues in einer viereinhalb Non-Stop-Jazz Show. Die Schampus All Stars, die zum Urgestein der nordrhein-westfälischen Jazzszene zählen, gründeten sich 1969 bei einer Flasche Champagner - daher der Name „Schampus“ - im Düsseldorfer Altstadtlokal „Dr. Jazz“, erzählt Klaus Schmedtmann, ehemals Vorsitzender des Jazzclubs Soest.

Die Gruppe, welche jahrelang als Szeneband im Rheinland unterwegs war, spielten erfrischende Dixieland-Standards, anspruchsvolle Balladen und swingorientierte Mainstream-Hits. Sie sorgten mit vitaler Spielfreude, Gesang und lockerer Moderation für gute Stimmung im Unterdeck. Die sechsköpfige Band - bestehend aus Klaus Schmedtmann, Horst Janßen, Giselher Spath, Bernd „Jimmy“ Jacobs, Samy Schimkus und Peter Di Val - verleiteten die Jazzfans zum Mittanzen und Swingen.

Das „Crazy“ Chris Kramer Duo auf dem Oberdeck setzte dagegen auf Free Jazz und zog das Publikum - beseelt von der Kraft des Blues und geprägt von der elektrischen Energie des Rock - in seinen Bann. Frontman „Crazy“ Chris bewies, dass der Blues nicht ins Museum sondern auf die Bühne gehört, wo er ihn mit Virtuosität und Spielfreude präsentierte.

Mit lockeren Sprüchen und Szenen, direkt aus dem Leben, moderierte der gebürtige Marler den Auftritt. Zusammen mit Dirk Edelhoff an der Gitarre brillierte er durch unterschiedliche Techniken und Flexibilität. Kramer brachte das Publikum zum Schwärmen, als er zur Mundharmonika griff und sich unter das Publikum mischte.

Die vielen Jazzfans, darunter die große Gruppe aus Werne, kamen am Samstag vollends auf ihre Kosten und erlebten bei toller Kulisse einen gelungenen Abend. Kneipier Paul Fränzer konnte sich bereits einen Vorgeschmack auf Chris Kramer holen, der am 11. September  zusammen mit „The Groovehands“ in seiner Schänke für eine musikalische Reise durch unterschiedliche Stile und Rhythmen sorgen wird. 

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