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Wegen gestiegener Kosten

Neues Werner Solebad ohne Sauna und Sole?

WERNE Der 25. Juni könnte entscheidend werden für das Werner Solebad: An diesem Tag will der Betriebsausschuss Bad beschließen, wie die Zukunft des neuen Solebades angesichts der gestiegenen Kosten aussieht: Wird auf die Sauna verzichtet? Oder auf Sole? Oder sogar auf beides? Zuvor gibt es eine Info-Veranstaltung für Bürger.

Neues Werner Solebad ohne Sauna und Sole?

Das Solebad in Werne aus der Luft aufgenommen.

  • Am Donnerstag, 25. Juni, um 15.30 Uhr findet im Foyer des Stadthauses eine Info-Veranstaltung für Bürger statt.
  • Um 17.30 Uhr tagt dann der Betriebsausschuss Bad zur Zukunft des Neubaus - wo muss es Abstriche geben?
  • Zudem muss geklärt werden, ob weiter mit dem Planungsbüro pbr zusammengearbeitet wird. Die Kalkulation von pbr wurde um mehrere Millionen Euro überschritten. Das Planungsbüro habe die Stadt nicht früher vor der Kosten-Explosion gewarnt.

 

Mit deutlichen Worten hat die Leitung des Bäderbetriebs das Planungsbüro pbr kritisiert: Laut der Verwaltungsvorlage für die Sondersitzung des Betriebsausschusses am Donnerstag soll die Kostenschätzung nicht belastbar gewesen sein.

Wie berichtet liegt die aktuelle Kostenrechnung rund 3,2 Millionen Euro über dem geforderten Budget von 14,735 Millionen Euro. Da auch noch eine Sicherheitsreserve von zehn Prozent der Gesamtkosten eingerechnet werden muss, soll das neue Bad nun 19,6 Millionen Euro kosten.

Werne Jetzt ist es raus. Der Bau des neuen Werner Solebades wird teurer – deutlich teurer. Rund fünf Millionen Euro mehr müsste die Stadt hinlegen, um das neue Familien-Solebad samt Sauna bauen zu können. Ob diese Kostensteigerung das Aus für den Neubau bedeutet, blieb am Dienstagabend noch offen.mehr...

Klar ist: Die Stadt hat das Geld nicht. Das macht auch die Vorlage deutlich, die den Fraktionen am Wochenende zur Beratung zugestellt worden ist. Die Stadt stellt darin mögliche Handlungsoptionen vor – eben auch die Erhöhung des Kostenrahmens, was aber laut Aussage der Kämmerei derzeit „mit dem Haushalt und der mittelfristigen Finanzplanung nicht in Einklang zu bringen“ sei.

Zukünftig Solebad ohne Sole?

Grundsätzlich ist alles möglich: Von einem reinen Verzicht auf die Sauna über eine Verkleinerung von Solebecken und Solelounge bis hin zum reinen Bad der Grundversorgung ohne Sole, Sauna und Gastronomie. Fest steht: Es wird Abstriche geben.

Zwei Varianten kommen für die SPD in Betracht: Der Verzicht auf die Sauna oder eine Erhöhung des Budgets. Auf ihrer Klausurtagung am Wochenende forderten die Sozialdemokraten von der Stadt „zunächst belastbare Berechnungen“ für beide Varianten.

Schwere Vorwürfe gegen das Planungsbüro

Dazu steht die Frage im Raum, ob die Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro pbr fortgesetzt wird. Das Vertrauensverhältnis ist nachhaltig gestört, wie der Wortlaut der Sitzungsvorlage vermuten lässt: „Aus heutiger Sicht scheint die durch das Büro pbr im Februar 2015 abgegebene Kostenschätzung nicht plausibilisiert worden und damit nicht belastbar gewesen zu sein.“

Trotz „mehrerer Nachfragen durch die Projektsteuerung und durch die Betriebsleitung“ seien bis Mitte Mai von Seiten des Planungsbüros keine Hinweise auf eine drohende Budgetüberschreitung gegeben worden. Oliver Langhammer, als Projektleiter bei pbr für das Solebad zuständig, war am Montag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen, will sich aber zeitnah zu den Vorwürfen äußern.

Laut Verwaltung wären denkbar ein sofortiges Ende der Zusammenarbeit mit pbr, ein Ausstieg nach Abschluss der Planungsphase oder die Fortsetzung der Kooperation.

Bis zu ein Jahr Zeitverlust

In jedem Fall wird es Zeit kosten: „Je nach Entscheidung kann es drei, sechs oder zwölf Monate dauern, bis wir weiterarbeiten können“, teilte Betriebsleiter Frank Gründken auf Anfrage mit. Sollte der Ausschuss am Donnerstag zu keiner Entscheidung kommen, wäre die nächste Gelegenheit für einen Beschluss wohl erst im September, so Gründken.

Bevor am Donnerstag ab 17.30 Uhr die Entscheidung im Betriebsausschuss fällt, will die Stadt die Bürger informieren. Deshalb lädt Bürgermeister Lothar Christ um 15.30 Uhr alle Interessierten ins Foyer des Stadthauses, Konrad-Adenauer-Platz 1, ein. „Es ist mir wichtig, die Bürgerinnen und Bürger zu informieren, bevor Entscheidungen getroffen werden“, so Christ. Aufgrund der Termindichte sei dies der letzte freie Termin vor der Ausschusssitzung. 

Erklärungen, warum das Bad 5 Millionen Euro mehr kostet

Zunächst will die Verwaltung in der Bürgerinfo darlegen, wie es zu diesen Mehrkosten kommen konnte. Anschließend soll die Veranstaltung in eine moderierte Frage- und Antwortrunde münden. Um 17.30 Uhr sind dann die Politiker am Zug. 

Werne Nächster Rückschlag für die Natur-Solebad Werne GmbH: Am Dienstag wurden zwei weitere Kündigungen von Ex-Mitarbeitern gekippt. Sollten die Urteile des Dortmunder Arbeitsgerichts Bestand haben, werden Lohnnachzahlungen fällig. Inzwischen sind so drei Kündigungen als unwirksam beurteilt worden.mehr...

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