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Roggenmarkt bleibt heikles Thema

WERNE Ein äußerst heikles Thema scheint für Stadtverwaltung und Politik der Antrag der Roggenmarkt-Anwohner zu sein, die Sitzbänke auf dem Platz wegen der nächtlichen Belästigungen durch Jugendliche zu beseitigen (wir berichteten).

Roggenmarkt bleibt heikles Thema

Wenn schon nicht die Bänke, dann sollen wenigstens die Spielgeräte auf dem Roggenmarkt abgebaut werden, fordern die Anwohner.

Denn, das zeigte sich in der Ratssitzung am Mittwoch, öffentlich möchten die Verantwortlichen der Stadt offensichtlich keine Position beziehen. Das musste Karl-Heinz Marckhoff erfahren, der im Namen der Roggenmarkt-Anlieger im Rat nach dem Verbleib des am 14. August gestellten Antrages fragte.

Gefahr für Kinder?

Am 29. August habe ihn der Bürgermeister, klagte Marckhoff, auf den 23. Oktober „vertröstet“, doch seither habe sich nichts getan. Wenn die Stadt keine Entscheidung über die Bänke treffen wolle, dann solle sie wenigstens die Spielgeräte auf dem Roggenmarkt beseitigen. Das Umfeld der Schaukeltiere sei mit scharfen Kronkorken und Glasscherben übersät, so dass für spielende Kinder eine akute Verletzungsgefahr bestehe.

„Der Antrag ist nicht in Vergessenheit geraten“, versicherte Bürgermeister Rainer Tappe. Er habe sich auf der Tagesordnung des nicht-öffentlichen Teils der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung am 23.Oktober befunden. Der Ausschuss habe aus Zeitmangel aber nicht alle Themen behandeln können, so das über den Roggenmarkt in der nächsten Zusammenkunft des Gremiums – nicht-öffentlich – beraten werde.

Dann erhielten Marckhoff und seine Nachbarn auch eine Antwort. Wie diese ausfallen könnte, kann sich Marckhoff bereits vorstellen. Denn auf Anfrage des FDP-Fraktionsvorsitzenden Christoph Dammermann, gab Rolf Weißner (CDU) das bislang unter Verschluss gehaltene Beratungsergebnis des Jugendhilfeausschusses bekannt: „Der Jugendhilfeausschuss hat einstimmig abgelehnt, die Bänke abzubauen.“

Trinkgelage von Jugendlichen

Die Anwohner des Roggenmarktes klagen seit langem darüber, dass Jugendliche insbesondere abends und an Wochenenden Trinkgelage mit harten alkoholischen Getränken veranstalten, ihre Notdurft in den Hauseingängen verrichten, für Lärm und Dreck sorgen, man kaum noch die eigenen Kinder vor die Tür lassen könne. Sie hoffen, dass die Jugendlichen mit dem Abbau der Bänke einen anderen Aufenthaltsort suchen. 

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