Fußball: Bezirksliga

Rohlmann: „Ich wollte nicht mehr so viel fahren“

Am Montag hat der Fußball-Bezirksligist Werner SC den ersten Winter-Neuzugang bekannt gegeben. Julian Rohlmann (26) kommt vom TuS Wiescherhöfen aus der Parallelstaffel 7 an den Lindert. Im Interview mit Julian Mester sprach der Linksfuß über den Wechsel.

Rohlmann: „Ich wollte nicht mehr so viel fahren“

Julian Rohlmann (l.) jubelte lange für Südkirchen in der Bezirksliga.

Herr Rohlmann, Sie kommen aus Werne, aber haben noch nie für den Werner SC gespielt. Warum? Es stimmt, ich wohne seit zehn Jahren in Werne. In der Jugend habe ich in Südkirchen gespielt. Dort habe ich mit meinen Eltern gewohnt, bis ich sechs Jahre alt war. Beim SVS habe ich auch die ersten Seniorenjahre gespielt, obwohl wir dann in Ascheberg wohnten. Mit meinem damaligen Trainer Mark Bördeling bin ich dann nach Wiescherhöfen gegangen.Warum haben Sie sich jetzt für den Wechsel zum WSC entschieden? Vor allem wegen der Fahrerei. Ich arbeite als Fliesenleger in Hamm und pendele. Oft bin ich für eine knappe Stunde zuhause, ehe es wieder zum Training nach Wiescherhöfen geht. Das habe ich dreieinhalb Jahre gemacht, jetzt reicht's. So sehe ich auch meine Freundin öfter.Was ist Ihre Lieblingsposition? Ganz vorne. In meinem ersten Jahr beim TuS war ich Verteidiger. Dann durfte ich in den Sturm. Das macht mir mehr Spaß.Wo liegen Ihre Stärken? Ich denke, ich bin teamfähig und zielstrebig. Auf dem Platz lebe ich von meiner Geschwindigkeit. Mit 1,73 Metern bin ich nicht besonders groß, das Kopfballspiel zählt also eher nicht dazu.Werne liegt seit dem vergangenen Wochenende nur noch zwei Punkte hinter Spitzenreiter Westfalia Wethmar. Schaffen Sie mit dem WSC den Aufstieg? Klar wäre es schön, wenn das klappen würde. Aber Platz zwei wäre auch gut. In der Landesliga muss man ja auch wieder so weit fahren.