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Ruhestand nach 47 Jahren

WERNE Er ist Beamter aus altem Schrot und Korn. Und das im positiven Sinne. Kkaum jemand in der heimischen Verwaltung hat diesen Behörden-Typus über viele Jahre so verkörpert wie Stadtoberamtsrat Franz Stüer.

Ruhestand nach 47 Jahren

Erster Beigeordneter Lothar Christ (r.) verabschiedete Franz Stüer und überreichte dessen Frau einen Blumenstrauß.

Am Freitag wurde er im Stadthaus in einer kleinen Feierstunde nach genau 47 Jahren und acht Monaten im öffentlichen Dienst in den wohl verdienten Ruhestand verabschiedet.

Von Pike auf gelernt

Erster Beigeordneter Lothar Christ dankte in Vertretung von Bürgermeister Rainer Tappe dem nun Ex-Abteilungsleiter Zentrale Dienste im Namen der Verwaltung und des Rates für seine Verdienste. Christ schilderte den Verlauf der Karriere des Vorzeige-Beamten, der sein "Handwerk" von der Pike auf gelernt hat.

Dass er Beamter geworden sei, berichtete der 65-Jährige mit bewegenden Worten, habe er seiner Mutter zu verdanken. Sie habe sich geweigert, einen Lehrvertrag mit Hoesch in Dortmund zu unterschreiben; sie mochte ihren kleinen Franz nicht in die Großstadt lassen.

Frau Mama drängte

So bewarb sich der junge Mann auf Drängen der Frau Mama beim Amt Herbern als Verwaltungslehrling. Durch Fleiß, Ehrgeiz und Weiterbildung stieg Franz Stüer die Karriereleiter hinauf, machte sich geradezu unentbehrlich.

Mit der kommunalen Neuordnung im Jahre 1975 wechselte Stüer von Herbern in die Verwaltung seiner Heimatstadt Werne. Dort begann er als stellvertretender Leiter der Kämmerei, die Stadtkasse und das Bauverwaltungsamt waren weitere Stationen auf dem Weg zum Abteilungsleiter Zentrale Dienste des Baudezernates. Auch dessen Chefin, die Technische Beigeordnete Monika Schlüter, ließe es sich nicht nehmen, Stüer zu würdigen als einen Menschen, der, egal wo er eingesetzt worden sei, sie Aufgabe immer mit Hingabe und vor allem zum Wohle der Allgemeinheit erfüllt habe.

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