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Bürgerdialog zum Solebad-Streik

SPD: Finanzielle Lage des Solebades bedenklich

WERNE 80 Teilnehmer haben am Donnerstagabend den Bürgerdialog von Verdi besucht. Schwerpunkt waren die Debatte und mögliche Lösungen im festgefahrenen Tarifstreit um das Solebad Werne. Die eineinhalbstündige Diskussion verlief trotz des brisanten Themas erstaunlich ruhig. Bis auf ein emotionales Rede-Duell.

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Etwa 80 Interessenten, darunter viele Beschäftigte des Bades, besuchten den Bürger-Dialog-Abend von Verdi am Donnerstag im Kolpinghaus.

Etwa 80 Interessenten, darunter viele Beschäftigte des Bades, besuchten den Bürger-Dialog-Abend von Verdi am Donnerstag im Kolpinghaus.

Denn nach etwa einer Stunde ergriff der ehemalige SPD-Fraktionssprecher im Werner Stadtrat, Friedrich Ostholt, das Wort. Der redegewandte Sozialdemokrat wies darauf hin, dass nicht die Tarifverhandlungen das eigentliche Problem seien, sondern die finanziell bedenkliche Lage des Solebades. Ostholt: "In ein bis zwei Monaten ist kein Geld mehr da. Und wir können nicht zuschießen, weil wir in der Haushaltssicherung stecken."

WERNE 1,3 Millionen Euro oder nur 30.000 Euro? Oder noch weniger? Was die Folgekosten der Einführung eines Tarifvertrages am Solebad angeht, liegen die beiden Streik-Parteien meilenweit auseinander. Die Gewerkschaft Verdi hat nun eine neue Analyse vorgelegt. Und die überrascht.mehr...

Dann griff Ostholt scharf die Verhandlungsführung des ehemaligen Streikleiters Christian Berger an. Dass die Situation so eskaliert sei und die Parteien nicht miteinander redeten, "das liegt an Herrn Berger".Tarifvertrag: "SPD müsste sofort aufspringen und zustimmen" Diese deutliche Kritik wollte der ebenfalls rhetorisch versierte Alt-Gewerkschafter Peter Blechschmidt nicht im Raum stehen lassen. Erregt entgegnete er, dass es doch nicht wahr sein könne, dass ein SPD-Mann Gewerkschafts-Verhandlungen zur Einführung eines Tarifvertrages "als Theater bezeichnet": "Wenn um die Einführung eines Tariflohnes gestritten wird, müsste die SPD sofort aufspringen und zustimmen." Ansonsten, wie erwähnt, eine sachliche Debatte. Die Aufforderung des aktuellen Verdi-Streikleiters Ortwin Bickhove-Swiderski ans Publikum, Lösungsvorschläge zu machen, blieb weitgehend ungehört. Bis auf zwei Redner, die einen übereinstimmenden Vorschlag machten: persönliche Verletzungen vergessen und sich an einen Tisch setzen.Was im Solebad-Streit bisher geschah, zeigt unser Zeitstrahl:   

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Etwa 80 Interessenten, darunter viele Beschäftigte des Bades, besuchten den Bürger-Dialog-Abend von Verdi am Donnerstag im Kolpinghaus.

Etwa 80 Interessenten, darunter viele Beschäftigte des Bades, besuchten den Bürger-Dialog-Abend von Verdi am Donnerstag im Kolpinghaus.

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