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SV Herbern: Lebenszeichen gefordert

HERBERN Es gibt Spiele in einer langen Saison, denen kommt vorentscheidende Bedeutung zu. Das Spiel des SV Herbern in der Bezirksliga 9 am Sonntag (11. November, 14.15 Uhr) beim Tabellenzweiten Türkgücü Werl ist ein solches.

SV Herbern: Lebenszeichen gefordert

SVH-Trainer Ralf Dreier.

Es geht nicht um Auf- oder Abstieg, nicht um die Meisterschaft oder die Rote Laterne. Es geht ganz einfach darum, ob der SV Herbern in dieser Saison mehr als Mittelmaß ist. Mit einem Sieg würde der SVH ein Lebenszeichen von sich geben. Zumindest würde er Anschluss an die Spitzengruppe halten, auch wenn die Tabellenführung derzeit bei zehn Punkten Rückstand nicht in greifbarer Nähe ist.

Mit einer Niederlage würden sich die Blau-Gelben endgültig ins Niemandsland verabschieden - vielleicht sogar gefährlich nahe an die Abstiegsränge rutschen. Die Moral wäre vollends im Keller.

"Wir fahren nicht als Favorit dort hin, können also ruhig und unbelastet in die Partie gehen", meint Trainer Ralf Dreier. Er will den Druck von seinen Jungs nehmen - lobenswert. Auf der anderen Seite packt er sie aber auch bei der Ehre: "Jeder Einzelne muss sich hinterfragen, ob er in den letzten Wochen beim Training und sonntags auf dem Platz wirklich alles gegeben hat. Bei drei, vier Spielern bin ich mir da nicht sicher." Er nennt keine Namen - Ehrensache.

Doppelsechs und eine Spitze - Dreiers Devise: Defensive!

Konkreter wird Dreier, wenn es um die Aufstellung geht. "Werl hat zu Hause Schwierigkeiten mit Mannschaften, die aus einer kompakten Defensive agieren. Wir werden daher mit nur einer Spitze und einer Doppelsechs im Mittelfeld auflaufen", kündigt er an. Neben David Brockmeier wird dies voraussichtlich Stefan Löcke sein. Sven Heitmann würde dann wieder auf den Liberoposten rücken, auf dem er sich zuletzt augenscheinlich wohler gefühlt hatte als auf der rechten Defensivseite.

Ein Spieler, dem in Sachen Einsatz und Laufbereitschaft nie ein Vorwurf zu machen war, bekommt eine Pause: Edu. "Er ist seit dem Sendenhorst-Spiel am Sprunggelenk verletzt, schleppt sich trotzdem durch. Der Sprung aus der Kreisliga hat Kraft gekostet, deswegen wirkt er momentan ein bisschen müde", so Dreier. Seinen Part hinter den Spitzen wird wohl Björn Christ übernehmen.

Daniel Wilcock steht noch nicht wieder zur Verfügung und Stefan Roters konnte beruflich nicht trainieren. Er wird in der Reserve auflaufen. Dafür rückt Raphael Lachmann in den Kader.

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