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Volksbank: Fusion auf Augenhöhe

WERNE/SELM Die Volksbanken Kamen-Werne und Selm-Bork wollen ihre Kräfte bündeln und zum 1. Januar 2009 fusionieren.

Volksbank: Fusion auf Augenhöhe

Die Volksbank Kamen-Werne wird vorausssichtlich zum 1. Januar 2009 mit der Volksbank Selm-Bork fusionieren.

Wie die Vorstände beider Geldinstitute gestern bekannt gaben, haben die Verwaltungsgremien einstimmig grünes Licht für die Aufnahme von Fusionsgesprächen gegeben. Erklärtes Ziel sei es, beide Kreditgenossenschaften zu einer Volksbank zusammenzuführen. „Mit dem Zusammenschluss werden wir größer und können in allen Bereichen wirtschaftlicher arbeiten“, sagte Ralf Schotte, Vorstand der Volksbank Kamen, gegenüber unserer Zeitung. Er verspreche sich Synergieeffekte und eine Erweiterung der Dienstleistungen sowie des Beratungsangebots. Schottes Angaben zufolge hat die Volksbank Selm-Bork die Initiative zu einer Fusion mit Kamen-Werne ergriffen.

Kein Personalabbau

„Ich denke, dies ist der richtige Weg, um uns auf dem Markt zu behaupten“, meinte August Frerick, Vorstand der Volksbank Selm-Bork. Es habe auch Gespräche mit der Volksbank Waltrop gegeben, mit der es bereits seit Jahren eine Zusammenarbeit gebe. „Doch die Volksbank Waltrop ist um einiges größer, wir wären ein kleiner Partner gewesen.“ Zudem seien die Kunden mehr in Richtung Werne orientiert. Die Volksbank Kamen-Werne hatte sich vor Jahren um ein Zusammengehen mit der Volksbank Bönen bemüht. Dieses Vorhaben war aber zur Jahrtausendwende an einem Veto der Vertreterversammlung gescheitert. Die jetzt anstehende Fusion mit Selm-Bork bringt aus Sicht von Ralf Schotte eine Steigerung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit. Personal werde nicht freigesetzt, versicherten beide Institute.

Allerdings scheide, so Schotte, der heute 62-jährige Vorstand der Volksbank Selm-Bork, August Frerick, mit der Fusion altersbedingt aus. Dann werde ein Dreier-Vorstand – Ralf Schotte (47), Jürgen Eilert (45, Kamen-Werne) und Heinrich Lages (51, Selm-Bork) – die Geschicke der künftigen Volksbank steuern.

Etwa gleich groß

„Beide Banken sind kerngesund. Die geplante Fusion gewährleistet auch für die Zukunft, dass dieses so bleibt“, betonten die Vorstände gleich lautend. Da beide Geldinstitute etwa gleich groß seien, komme es zu einer „Fusion auf Augenhöhe“. Dies natürlich vorbehaltlich der Zustimmung der Vertreterversammlungen.

Die künftige Volksbank hätte nach dem Zusammenschluss ein Bilanzvolumen von rund 500 Millionen Euro. Die Zahl der Mitglieder beliefe sich auf über 28 500, die Zahl der Beschäftigten auf 147. Die Volksbank Kamen-Werne hat eine Bilanzsumme von 274 Mio. Euro (Stand: 31.12.2006), 77 Beschäftigte, über 15000 Mitglieder und rund 30 000 Kunden. Die Volksbank Selm-Bork verfügt über eine Bilanzsumme von 229 Mio. Euro (Stand: 31.12.2006), 70 Beschäftigte, 13 500 Mitglieder und rund 20 000 Kunden.

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