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Wanderweg pflegen oder sperren!

WERNE Das Wegenetz rund um den Schacht Langern 7 war einst ein beliebtes Ausflugsziel. Doch diese Zeiten sind vorbei, seit die Stadt das Gelände vom Bergbau erworben hat (wir berichteten). Das ruft nun auch den Wanderclub Werne und die Landschaftsschutz AG Langern auf den Plan.

Wanderweg pflegen oder sperren!

Schon seit etwa einem Jahr ist hier Klettern angesagt, weil zwei Bäume den Wanderweg in Langern versperren, klagen Mechthild Goldberg und Bernhard Wesselmann.

Wege wachsen zu, so dass zeitweise kaum noch ein Durchkommen ist. Seit dem Orkan Kyrill im Januar dieses Jahres verlangen umgestürzte Bäume außergewöhnliches Klettergeschick, hölzerne Ruhebänke, Abfallkörbe und Holzgeländer an den Bachläufen sind verrottet. Insbesondere der Verbindungsweg vom Schachtgelände entlang des Hofes Jücker an der Varnhöveler Straße gen Cappenberger Wald ist praktisch nicht mehr passierbar.Stadt muss handeln „Die Stadt muss endlich tätig werden oder konsequenterweise ihre Rad- und Wanderwegekarte aus dem Verkehr ziehen“, zeigten sich gestern bei einem Ortstermin Bernhard Wesselmann, Sprecher des Wanderclubs Werne, und Mechthild Goldberg von der Landschaftsschutz AG Langern äußerst verärgert. Noch in der vergangenen Woche hatte Wesselmann bei der Verwaltung wegen der unhaltbaren Zustände vorgesprochen, doch der zugesagte Rückruf sei bis jetzt nicht erfolgt, moniert Wesselmann. Er erwartet von der Stadtverwaltung, dass sie den Weg von Jücker zum Schacht frei schneidet oder ihn sofort für Wanderer sperrt: „So ist der Weg für alle ein Zumutung.“ Dabei ist nicht allein die mangelnde Pflege in den Augen des Wanderclubs und der Landschaftsschutz AG kritikwürdig. Es fehlen jegliche Wandertafeln und Wegweiser.Nur für Insider „Nur Insider wissen noch, wie man von der Varnhöveler Straße über Langern und Wethmar in Richtung Cappenberg gelangt“, so Bernhard Wesselmann. Und schließlich bemängeln Wesselmann und Goldberg, dass es seit der Schließung des Parkplatzes am Ex-Schacht und am früheren „Haus Waldfrieden“ praktisch keine Parkmöglichkeiten mehr für Wanderfreunde gibt. Geplant, darauf weist Wanderfreund Wesselmann hin, war nach dem Rückzug des Bergbaus etwas ganz anderes: In der Erläuterung zum entsprechenden Bebauungsplan ist nämlich nachzulesen, dass im Bereich des Schachtes ein „ansprechendes Naherholungsgebiet“ entstehen sollte mit einem gut ausgebauten Wegenetz und einem 2500 Quadratmeter großen Parkplatz.

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