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Betrugsmasche in Werne

Weinender Betrüger zieht von Tür zu Tür

Werne/Selm Die Betrugsmasche, mit der ein 37-jähriger Lüner in den vergangenen beiden Jahren in seiner Heimatstadt für Aufsehen gesorgt hat, ist kurios. Nun war der Mann auch in Werne und Selm aktiv – wie gewohnt auf dreiste Art und Weise.

Weinender Betrüger zieht von Tür zu Tür

Der „weinende Betrüger“ hat auch in Selm und Werne bei ahnungslosen Bürgern um Geld gebettelt – teils erfolgreich.

Mit einer dreisten Masche sorgt ein 37-jähriger Lüner bereits seit 2016 für Aufsehen in seiner Heimatstadt. Nun hat der inzwischen als „weinender Betrüger“ bekannte Mann seinen Aktionsradius offenbar erweitert. Wie die Polizei Unna mitteilt, klingelte der 37-Jährige in den vergangenen Wochen in drei Fällen auch bei Bürgern in Werne und Selm an der Hautür und gab vor, gerade Vater geworden zu sein. Damit er sein Kind in der Klinik besuchen könne, benötige er dringend Geld für ein Taxi. „Um der Mitleidsmasche noch mehr Ausdruck zu verleihen, gab er mindestens in einem Fall noch an, sich zudem ausgesperrt zu haben“, so die Polizei.

Eine Frau aus Werne habe ihm daraufhin Geld „geliehen“, es bis heute allerdings nicht zurückbekommen. Ein weiterer Versuch in Werne sei am Ostermontag ohne Erfolg geblieben. Auch in Selm hatte der Mann Mitte März kein Glück. „An der Tür zu klingeln und nach Geld zu fragen ist natürlich zunächst einmal nichts Verbotenes. Aber man sollte in solchen Fällen von Natur aus misstrauisch sein“, sagte auf Anfrage unserer Redaktion Polizeisprecherin Vera Howanietz, die bestätigte, dass es sich bei dem 37-Jährigen um eine polizeibekannte Person handelt. Genau mit dieser Masche hatte der Mann in den vergangenen zwei Jahren in Lünen durchaus Erfolg – über den er sich allerdings nicht langfristig freuen durfte.

Lünen. Der sogenannte „weinende Betrüger“ hat offenbar wieder zugeschlagen. Die Behörden bestätigen drei Fälle, in denen der Lüner Geld wollte, um seine Frau im Krankenhaus zu besuchen. Dabei wurde er erst im Dezember verurteilt. Für die neuesten Fälle könnte er sogar im Gefängnis landen. mehr...

Betrüger droht Gefängnisstrafe

Nachdem er am 22. Dezember vergangenen Jahres abermals vor Gericht stand, wurde er wegen Betruges in neun Fällen zu einer Haftstrafe von zehn Monaten auf Bewährung verurteilt. Abgehalten hat ihn das von weiteren Taten offenbar nicht. Gegen den 37-Jährigen liegen laut Angaben von Henner Kruse, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Dortmund, inzwischen bereits vier neue Anklagen wegen Betrugs vor. Lediglich in einem der Fälle, die sich zwischen dem 10. Januar und 7. März ereignet hatten, hatte der Lüner Erfolg. Seine Ausbeute: 18 Euro.

Seine Uneinsichtigkeit könnte dem weinenden Betrüger nun zum Verhängnis werden. Geht es wieder vor Gericht, dann wäre – wie Kruse erklärt – „im Anschluss an eine mögliche Verurteilung zu prüfen, ob die alte Bewährungsstrafe widerrufen wird“. Heißt für den 37-jährigen Lüner: Seine Masche könnte ihn schon bald nicht ins Krankenhaus zu seinem vermeintlich neugeborenen Kind, sondern ins Gefängnis bringen.

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