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Werner Delegation beim Gedenken in Bailleul

Freitag 14. November 2014 - Eine Delegation aus Werne hat erstmals am „Armistice“ teilgenommen, dem französischen Nationalfeiertag anlässlich des Waffenstillstands am 11. November 1918.

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Die Namen der Gefallenen sollen nicht vergessen werden.
Die Namen der Gefallenen sollen nicht vergessen werden.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Bailleuls Ehrenbürger Willi Lülf (l.), der Altbürgermeister von Werne, ist einer der Väter der Städtepartnerschaft. Hier spricht er mit dem Bürgermeister von Bailleul, Marc Deneuche.
Bailleuls Ehrenbürger Willi Lülf (l.), der Altbürgermeister von Werne, ist einer der Väter der Städtepartnerschaft. Hier spricht er mit dem Bürgermeister von Bailleul, Marc Deneuche.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Vor dem gewaltigen Torbau im Osten der Altstadt von Ypern gedenken die Menschen jeden Abend der Gefallenen mit dem "Last Post", einer Abfolge von Musikstücken. Anschließend betrachten die Besucher die Inschriften mit den Namen der Gefallenen.
Vor dem gewaltigen Torbau im Osten der Altstadt von Ypern gedenken die Menschen jeden Abend der Gefallenen mit dem "Last Post", einer Abfolge von Musikstücken. Anschließend betrachten die Besucher die Inschriften mit den Namen der Gefallenen.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Vor allem britische Touristen versammeln sich unter dem Torbogen von Ypern, um an den täglichen Gedenkfeiern teilzunehmen.
Vor allem britische Touristen versammeln sich unter dem Torbogen von Ypern, um an den täglichen Gedenkfeiern teilzunehmen.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Der Krieg 1914 bis 1918, die "Urkatastrophe" des 20. jahrhunderts, wird in Deutschland Erster Weltkrieg genannt. Die Franzosen sprechen vom Großen Krieg.
Der Krieg 1914 bis 1918, die "Urkatastrophe" des 20. jahrhunderts, wird in Deutschland Erster Weltkrieg genannt. Die Franzosen sprechen vom Großen Krieg.

Foto: Sylvia vom-Hofe

"In Flanderns Fields": "Auf Flanderns Feldern" ist eines der bekanntesten englischsprachigen Gedichte über den Ersten Weltkrieg. Es wurde am 3. Mai 1915 von dem kanadischen Lieutenant Colonel John McCrae verfasst, dessen Freund am Vortag bei einem Granatenangriff in der Zweiten Flandernschlacht bei Ypern gefallen war. Auf dieses Gedicht geht die Tradition zurück, mit Mohnblumen an die Gefallenen zu erinnern.
"In Flanderns Fields": "Auf Flanderns Feldern" ist eines der bekanntesten englischsprachigen Gedichte über den Ersten Weltkrieg. Es wurde am 3. Mai 1915 von dem kanadischen Lieutenant Colonel John McCrae verfasst, dessen Freund am Vortag bei einem Granatenangriff in der Zweiten Flandernschlacht bei Ypern gefallen war. Auf dieses Gedicht geht die Tradition zurück, mit Mohnblumen an die Gefallenen zu erinnern.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Auf dem britischen Friedhof in Bailleul.
Auf dem britischen Friedhof in Bailleul.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Diese Schotten sind Nordengländer. Sie spielen zum Andenken an die Mitglieder der 25. britischen Division. 13290 Männer davon sind gefallen.
Diese Schotten sind Nordengländer. Sie spielen zum Andenken an die Mitglieder der 25. britischen Division. 13290 Männer davon sind gefallen.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Eine halbe Million Soldaten sind im Ersten Weltkrieg in der flämischen Stadt Ypern gefallen.
Eine halbe Million Soldaten sind im Ersten Weltkrieg in der flämischen Stadt Ypern gefallen.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Auch Mitglieder der 14-köpfigen werner Delegation sind unter den Teilnehmern der Gedenkveranstaltung auf dem Friedhof.
Auch Mitglieder der 14-köpfigen werner Delegation sind unter den Teilnehmern der Gedenkveranstaltung auf dem Friedhof.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Kinder lehnen an den weißen Grabsteinen der Gefallenen auf dem britischen Soladatenfriedhof von Bailleul. Schon Mädchen und Jungen im Grundschulalter setzen sich mit dem Kriegsgeschehen auseinander als Botschafter des Friedens, wie es der Bürgermeister von Bailleul gesagt hat.
Kinder lehnen an den weißen Grabsteinen der Gefallenen auf dem britischen Soladatenfriedhof von Bailleul. Schon Mädchen und Jungen im Grundschulalter setzen sich mit dem Kriegsgeschehen auseinander als Botschafter des Friedens, wie es der Bürgermeister von Bailleul gesagt hat.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Historiker Gerard Lemaire  hat auf dem britischen Friedhof von Bailleul betont: "Der Krieg war ein Horror. Auch wenn es keine Zeitzeugen mehr gibt, dürfen wir das nie vergessen."
Historiker Gerard Lemaire hat auf dem britischen Friedhof von Bailleul betont: "Der Krieg war ein Horror. Auch wenn es keine Zeitzeugen mehr gibt, dürfen wir das nie vergessen."

Foto: Sylvia vom-Hofe

"Mein Urgroßvater war in Bailleul stationiert. 1917 ist er ganz in der Nähe bei Ypern gestorben", sagt Adrian Brown von der nordenglischen Piper-Band, einer Dudelsackgruppe. Weil ihm in der belgischen Nachbarstadt das tägliche Gedenken der Gefallenen Soldaten des Commonwealth zu kommerzialisiert erschien, hat er inzwischen zum dritten Mal in Folge die Gedenkfeiert in Bailleul besucht. Dort sei der Rahmen würdiger.
"Mein Urgroßvater war in Bailleul stationiert. 1917 ist er ganz in der Nähe bei Ypern gestorben", sagt Adrian Brown von der nordenglischen Piper-Band, einer Dudelsackgruppe. Weil ihm in der belgischen Nachbarstadt das tägliche Gedenken der Gefallenen Soldaten des Commonwealth zu kommerzialisiert erschien, hat er inzwischen zum dritten Mal in Folge die Gedenkfeiert in Bailleul besucht. Dort sei der Rahmen würdiger.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Wernes stellvertretende Bürgermeisterin Gudrun Holtrup im gespräch mir Adrian Brown. Der Sprecher der Piper-Band hat veranlasst, dass während der gedenkveranstaltung auf dem britischen Friedhof von Bailleul eigens auch zum Gedenken der gefallenen deutschen Soldaten ein Lied gespielt wurde. Unter den 6000 Soldatengräbern sind 132 deutsche.
Wernes stellvertretende Bürgermeisterin Gudrun Holtrup im gespräch mir Adrian Brown. Der Sprecher der Piper-Band hat veranlasst, dass während der gedenkveranstaltung auf dem britischen Friedhof von Bailleul eigens auch zum Gedenken der gefallenen deutschen Soldaten ein Lied gespielt wurde. Unter den 6000 Soldatengräbern sind 132 deutsche.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Zu 98 Prozent ist Bailleul im Ersten Weltkrieg zerstört worden.
Zu 98 Prozent ist Bailleul im Ersten Weltkrieg zerstört worden.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Vor ihrer Haustür starben im Ersten Weltkrieg eine halbe Million Menschen. Diese zahl ist so groß, dass Kinder sich davon kein Bild machen könne. Einzelschickslae können sie sich aberdurchaus vorstellen, wie diese Kunstwerke zeigen.
Vor ihrer Haustür starben im Ersten Weltkrieg eine halbe Million Menschen. Diese zahl ist so groß, dass Kinder sich davon kein Bild machen könne. Einzelschickslae können sie sich aberdurchaus vorstellen, wie diese Kunstwerke zeigen.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Wie sah das Leben der Soldaten aus? Davon haben sich Grundschüler ein eigenes Bild gemacht. Das Ergebnis ist in einer Ausstellung im Rathaus zu sehen.
Wie sah das Leben der Soldaten aus? Davon haben sich Grundschüler ein eigenes Bild gemacht. Das Ergebnis ist in einer Ausstellung im Rathaus zu sehen.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Trotz Feiertags: Auch Schüler nahmen in großer Zahl an der Feier teil.
Trotz Feiertags: Auch Schüler nahmen in großer Zahl an der Feier teil.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Viele 100 Menschen waren in Bailleul auf den Beinen, um ihre Verbundenheit zu zeigen mit den gefallenen.
Viele 100 Menschen waren in Bailleul auf den Beinen, um ihre Verbundenheit zu zeigen mit den gefallenen.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Dieses Denkmal erinnert an die Kriegstoten. Errichtet wurde es bereits nach dem  deutsch-französischen Krieg 1870/71.
Dieses Denkmal erinnert an die Kriegstoten. Errichtet wurde es bereits nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Rund u ein Massengrab stehen 28 brusthohe Gedenktafeln, auf denen die Namen der Toten aufgelistet sind. Auf der kleinen Fläche des Masengrabs - nicht größer als ein Klassenzimmer - haben 24000 Gefallene ihre letzte uRhe gefunden.
Rund u ein Massengrab stehen 28 brusthohe Gedenktafeln, auf denen die Namen der Toten aufgelistet sind. Auf der kleinen Fläche des Masengrabs - nicht größer als ein Klassenzimmer - haben 24000 Gefallene ihre letzte uRhe gefunden.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Der französische Bürgermeister Deneuche hat bewusst Kinder in die Gestaltung der Feierstunde einbezogen.
Der französische Bürgermeister Deneuche hat bewusst Kinder in die Gestaltung der Feierstunde einbezogen.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Die deutsche Delegation hat erstmals auch einen Kranz niedergelegt bei der Feierstunde in Bailleul.
Die deutsche Delegation hat erstmals auch einen Kranz niedergelegt bei der Feierstunde in Bailleul.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Bei der Kranzniederlegung (v. r.): Wolfgang Zander, Vorsitzender des Internationalen Vereins Kyritz, seine Werner Amtskollegin Gudrun Holtrup, die zugleich stellveretende Bürgermeisterin ist und Ulrich Hötmann, zweiter stellvertretender Bürgermeister von Werne.
Bei der Kranzniederlegung (v. r.): Wolfgang Zander, Vorsitzender des Internationalen Vereins Kyritz, seine Werner Amtskollegin Gudrun Holtrup, die zugleich stellveretende Bürgermeisterin ist und Ulrich Hötmann, zweiter stellvertretender Bürgermeister von Werne.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Bei der Kranzniederlegung flattern nicht nur die Flaggen von Frankreich, Belgien und England, sondern auch die deutsche Flagge.
Bei der Kranzniederlegung flattern nicht nur die Flaggen von Frankreich, Belgien und England, sondern auch die deutsche Flagge.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Im November ist das Gedenken besonders intensiv - nicht nur wegen der Gedenktage in diesem Monat. Vom 20. Oktober bis zum 18. November 1914 fand die erste Flandernschalcht bei Ypern statt zwischen Alliierten und Deutschen.
Im November ist das Gedenken besonders intensiv - nicht nur wegen der Gedenktage in diesem Monat. Vom 20. Oktober bis zum 18. November 1914 fand die erste Flandernschalcht bei Ypern statt zwischen Alliierten und Deutschen.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Bürgermeister Marc Deneuche legt am britischen denkmal, das an die 25. britische Division erinnert, einen Kraanz nieder. Die Briten hatten unter schweren Verlusten dazu beigetragen, die Front an den Monts de Flandre bei Bailleul zu halten.
Bürgermeister Marc Deneuche legt am britischen denkmal, das an die 25. britische Division erinnert, einen Kraanz nieder. Die Briten hatten unter schweren Verlusten dazu beigetragen, die Front an den Monts de Flandre bei Bailleul zu halten.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Vor dem Obelisken mitten in Bailleul hat der Bürgermeister ebenfalls einen kranz niedergelegt: eine Erinnerung vor allem an die britischen Soldaten, die den bedrängten Franzosen beistanden.
Vor dem Obelisken mitten in Bailleul hat der Bürgermeister ebenfalls einen kranz niedergelegt: eine Erinnerung vor allem an die britischen Soldaten, die den bedrängten Franzosen beistanden.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Die Mohnblume schmückt nicht nur viele Jacken und Mäntel der Besucher der Gedenkveranstaltngen, sondern auch die Grabstätten der Gefallenen. Weil die Schlachtfelder Flanderns so blutrot gewesen seien, wählte man die Blume als Zeichne der Trauer.
Die Mohnblume schmückt nicht nur viele Jacken und Mäntel der Besucher der Gedenkveranstaltngen, sondern auch die Grabstätten der Gefallenen. Weil die Schlachtfelder Flanderns so blutrot gewesen seien, wählte man die Blume als Zeichne der Trauer.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Die Blaskapelle begleitet die Europahymne vorm Rathaus von Bailleul.
Die Blaskapelle begleitet die Europahymne vorm Rathaus von Bailleul.

Foto: Sylvia vom-Hofe

Bürgermeister Marc Deneuche im gespräch mit der Delegation aus Kyritz.
Bürgermeister Marc Deneuche im gespräch mit der Delegation aus Kyritz.

Foto: Sylvia vom-Hofe