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Werner Klubs in der Krise

WERNE Der Werner Fußball scheint in einer Krise zu stecken. Die Vereine der Lippestadt verloren allesamt ihre Spiele in der Kreisliga A. Bestplatzierter Club in der Tabelle ist der VfL.

Werner Klubs in der Krise

Aller Kampf und Einsatz von Stockums André Henning (r.) half nichts, der BV Selm entführte die Punkte.

Das Schlusslicht bildet der SV Stockum. Sieben Punkte aus 13 Partien sind zu wenig, um in der Liga bestehen zu können. Am Sonntag war zwar erneut die Leistungsbereitschaft der Mannschaft zu erkennen, doch am Ende reichte es wieder nicht: Dem BV Selm reichten zwei Torchancen, um die Stockumer mit 2:0 zu besiegen. SVS-Coach Michael Wierling wusste nach dem Spiel auch nicht weiter: "Ich weiß nicht mehr was ich sagen soll, jeden Spieltag das Gleiche."

Spieler fehlen

Das "Gleiche" heißt: Deutlich mehr Ballbesitz, hoher Aufwand, aber auch wenig gefährliche Chancen und fehlende Cleverness. Außerdem fehlt dem Trainer ein Großteil seiner vor der Saison "mitgebrachten" Spieler: German Tobio-Lemos und Lars Zimmer spielen aus beruflichen Gründen nur bei der Reserve; Tolga Akbulut wird sich aus beruflichen Gründen für längere Zeit verabschieden. Hinzu kommen noch einige Verletzte. Jetzt gilt es die Hinrunde so gut wie möglich zu beenden und volle Konzentration auf die Rückrunde zu legen.

Ersatzgeschwächt

Auch der Nachbar aus dem Evenkamp verlor am Wochenende sein Spiel. In Olfen wurde der stark ersatzgeschwächte VfL Werne mit 1:3 nach Hause geschickt. Seit dem siebten Spieltag gewinnen die Werner ein Spiel, um das nächste sofort wieder zu verlieren. Trainer Heiko Schelle ist aufgrund der fehlenden Konstanz ein wenig ratlos: "Ich weiß nicht, woran das liegt. Die Jungs haben viel mehr drauf, als sie zuletzt gezeigt haben."

In Olfen fehlte Schelle die komplette erste Sturmreihe mit Michael Hoffmann und Sergej Repenek. Auch in der Abwehr lief der VfL nicht in Bestbesetzung auf. "Die vielen Ausfälle machen sich bemerkbar und die Mannschaft konnte diese bis jetzt nicht kompensieren", so Schelle. Der Spielertrainer musste beim SuS Olfen sich erneut selbst die Schuhe binden, obwohl seine Fußverletzung noch nicht vollständig verheilt ist. Mehr als 60 Minuten konnte er seiner Elf jedoch nicht helfen.

Fehlende Cleverness

Der Werner SC scheint ebenfalls an mangelnder Cleverness und fehlender Konstanz zu leiden. Obwohl sie über 90 Minuten die bessere Mannschaft waren, mussten sie in Alstedde eine schmerzliche 1:2 Niederlage hinnehmen. So wie der VfL spielt auch der WSC momentan unter seinen Möglichkeiten. Der Werner SC ist der unangefochtene Unentschieden-König in der Kreisliga. Bereits vier Mal teilte der WSC die Punkte. Allerdings gegen zum Teil sehr starke Gegner wie den BV Selm und den TuS Ascheberg. Doch gerade deshalb sind die zwei Niederlagen gegen Wethmar (0:2) und jetzt gegen Alstedde, mehr als ärgerlich für die Werner.

Keine große Anstrengung war der 2:0-"Arbeitssieg" des SV Herbern II im Heimspiel gegen den SC Capelle. Ein wichtiger Sieg, denn auch Grün-Weiß Selm und Alstedde gewannen ihre Spiele. Herbern behauptet damit seinen fünften Tabellenplatz und bleibt weiter am BV Selm dran. Gegen Cappelle hatte Hartmut Wenzels-Elf keinerlei Schwierigkeiten, obwohl: "40 Minuten lang haben wir den Gegner unnötig stark gemacht", bemängelte der Übungsleiter.

Großer Gewinner des 13. Spieltages der Kreisliga A: Der TuS Ascheberg. 4:1 fegte Ascheberg, die bis dato unbesiegten Nordkirchener vom Platz - und das in deren "Wohnzimmer".

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