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Fußball: Kreisliga

Werner Zweikampf um Vizemeisterschaft - Alle Vorberichte

Werne Die Fußball-Kreisligisten Eintracht Werne und SV Stockum kämpfen noch um Platz zwei. Eine Entscheidung, wer sich die Vizemeisterschaft sichern kann, könnte am Sonntag fallen. Eintracht Werne ist dabei nur zwei Punkte vor dem SV Stockum. Alle Vorschauen gibt es hier.

Werner Zweikampf um Vizemeisterschaft - Alle Vorberichte

Eintracht Werne und Sandro Ünal (l.) wollen sich wie der SV Herbern, hier mit Benedikt Schlupp, wieder nach oben kämpfen.

Fußball, Kreisliga A LH  

SV Stockum - GS Cappenberg, (Sonntag, 15 Uhr, Boymerstraße 11a, 59368 Werne)

Stockum muss morgen gewinnen, um das Rennen um die Vizemeisterschaft weiter spannend zu halten. „Mit der Leistung aus dem Spiel gegen Herbern II (3:1, Anm. d. Red.) dürfte uns das auch gelingen“, so SVS-Coach Ralf Gondolf, der Cappenberg (10.) jedoch nicht unterschätzt. Unsicher ist immer noch der Einsatz von Keeper Cedric Packheiser. Feldspieler Mario Dömland steht wie schon gegen Herbern bereit. Marvin Radstaak und Enes Taya sind ebenfalls fraglich. Wieder im Kader sind Marcel Heidenreich und Holger Föst.  

Union Lüdinghausen - Eintracht Werne (Sonntag, 15 Uhr, Sportanlage Lüdinghausen, Am Feldbrand 7, Lüdinghausen)

Eintracht Werne könnte heute bei einem Sieg und einer gleichzeitigen Niederlage Stockums die Vizemeisterschaft einfahren. Die Evenkämper haben vor dem vorletzten Spieltag 59, die Stockumer 57 Zähler auf dem Konto. Sie präsentierten sich zuletzt in sehr guter Form. Aus den vergangenen sieben Partien holte die Eintracht 19 Punkte. Und auch der 2:0-Erfolg aus dem Hinspiel dürfte Gewissheit geben, dass die Werner gegen Lüdinghausen (7.) Favorit sind. Bei der Eintracht fällt weiterhin Rouven Scharein aus. Zudem wird Oliver Tole die letzten beiden Spiele fehlen.

SC Capelle - TuS Ascheberg II, (Sonntag, 15 Uhr, Gorfeldstraße, 59394 Nordkirchen)

Seinen guten Lauf will A-Ligist SC Capelle am Sonntag im letzten Heimspiel der Saison gegen die Reserve vom TuS Ascheberg fortsetzen. SCC-Trainer Martin Ritz blickt dem Spiel mit großer Spannung entgegen. „Natürlich wollen wir uns von unseren Fans ordentlich verabschieden. Für Ascheberg ist es aber die letzte Chance, die Klasse zu nutzen. Wir werden richtig hart malochen müssen“, sagt der Capeller Coach.

Fünf SCC-Spieler werden gegen das vom Abstieg bedrohte Schlusslicht nicht auflaufen. Dazu gehören Benedikt Reckmann, Andreas Winkler, Fabrizio Pate, Dennis Walter und Lars Zimmermann. Simon Walter kehrt indes zurück.  

SV Südkirchen - SG Selm  (Sonntag, 15 Uhr, Friedhofsweg 1, 59394 Nordkirchen)

Ein gutes halbes Jahr ist es nun her, als SG-Trainer Mark Bördeling im Heimspiel gegen seinen ehemaligen Verein SV Südkirchen (5:0) seinen Einstand für die Selmer gab. Am Sonntag trifft A-Liga-Trainer Bördeling abermals auf den SVS und hofft auf ein gutes Resultat. Bördeling zeigt sich mit der bisherigen Entwicklung seiner noch jungen Selmer Mannschaft zufrieden. „Ich wollte die Mannschaft kennenlernen und habe einen positiven Eindruck gewonnen. Allerdings müssen wir noch an vielen Punkten arbeiten“, sagt der Selmer Trainer.

In Südkirchen erwartet Bördelding einen „schwierigen Gegner“. „Nach vorne hat Südkirchen viele gute Spieler. Da müssen wir hinten kompakt stehen“, sagt er. Zwei Defensivkräfte werden diesen Job allerdings nicht übernehmen können. Sowohl Janis Drees (Urlaub) als auch Philipp Klähr (krank) fallen aus. Im Offensivbereich kann Bördeling zudem nicht mit Christian Voßschmidt (Kreuzbandriss), Kevin Lehmann (Urlaub) und Mirco Scharen (Studium) planen.

Besser sehen die personellen Vorzeichen aufseiten der Südkirchener aus. Dort wird nur Henrik Schmidt ausfallen, der sich einer Blinddarm-Operation unterziehen musste. Nach längerer Verletzungspause kehrt dafür Offensivmann Fernando Manfredi zurück. In seinem letzten Heimspiel für den SVS, er verlässt Südkirchen im Sommer Richtung TuS Ascheberg, will er sich mit einer guten Leistung verabschieden.  

 

Diese Kreisliga-Begegnungen fanden bereits vorgezogen statt:  

Davaria Davensberg - SV Herbern II 1:2 (1:0)

Das Spiel begann mit einem Schock-Moment: Nach einem Befreiungsschlag von Davaren-Torwächter Lars Bäumker prallten Tom-Louis Brinkmann und Herberns Fabian Nathaus mit den Köpfen zusammen. Nathaus musste benommen vom Platz, Brinkmann spielte mit Platzwunde und Turban weiter (2.).

Die Blau-Gelben erspielten sich danach eine Serie von Chancen. Steffen Klüsener prüfte Bäumker (4.), Michael Aschoff köpfte knapp daneben. Ein Schuss von Benedikt Ophaus wurde von Timo Jansen noch geblockt (20.), Stephan Aschoff (21.) und Lukas Mangels (23.) verzogen knapp. Auf der Gegenseite war Brinkmann, der im Winter von Herbern nach Davensberg wechselte, der gefährlichste Mann, zwang seinen Bruder zu einer Glanzparade (27.). Nach Kopfballverlängerung Stephan Aschoffs traf Ophaus nur den Pfosten (29.).

Herbern schien sein Pulver für Halbzeit eins verschossen zu haben, denn jetzt hatte Davensberg durch Eickholt (37.) und wieder Brinkmann (41.) beste Gelegenheiten. Fast mit dem Halbzeitpfiff setzte sich Brinkmann gegen Innenverteidiger Niklas Lohmann durch und verlud seinen Bruder zum 1:0 Davarias (44.).

Ophaus entscheidet das Spiel

Nach dem Wechsel nutzte Herbern seine Chancen besser. Den ersten Flankenlauf von Mirco Kortendick köpfte Lukas Mangels zum 1:1 (48.) in die Maschen. Abräumer Ophaus stand kurz danach richtig, staubte nach einem Lattenschuss von Michael Aschoff zum 2:1 ab (55.). Alexander Jücker (62.) und Stephan Aschoff (78.) verpassten die Entscheidung. Die Davaren gaben sich noch nicht geschlagen und starteten die Schluss-Offensive, doch Rojhat Atalan (87.) und Florian Farwick (89.) scheiterten.

In der Nachspielzeit köpfte Christopher Roberg zwar den Ausgleich, stützte sich aber bei Lohmann auf. "Nach ausgeglichener erster Halbzeit haben wir nach dem Wechsel erst spät angefangen wieder mitzuspielen. Der Ausgleich wäre aufgrund der Chancen noch verdient gewesen", so Davaria-Coach Tino Grote. Herberns Timmy Schütte sah dagegen einen verdienten Sieg seines Teams. "Nach zahlreichen Chancen haben wir uns zunächst nicht belohnt. Für die insgesamt gute Leistung haben wir uns erst später beschenkt."

TEAMS UND TORE Davaria: Bäumker - Bolle, Atalan, Jansen (65. König), Eickholt (46. Abuhanani), Roberg, Kaiser, Schäckermann, Brinkmann, Farwick, Grube(88. Bouma)SVH: Brinkmann - Lübke, Nathaus (2. Kortendick), Lohmann, Klüsener, Mangels, M. Aschoff (Adamek), Ophaus, Jücker, Roters, St. AschoffTore: 1:0 Brinkmann (44.), 1:1 Mangels (48.), 1:2 Ophaus (55.)

BW Ottmarsbocholt - PSV Bork 2:3 (1:3)

Zwischen der 23. und 37. Minute erwischte der PSV eine unglückliche Phase. In dieser Zeit kassierte er drei Gegentreffer. "Wir haben das Spiel gemacht und sind ausgekontert worden", erklärte Borks Coach Ingo Grodowski. Frederik Vollbracht (23.), ein Eigentor Lukas Nölles (32.) und Daniel Beutel sorgten für das 3:0 Ottmarsbocholts. Noch vor der Pause kam Bork aber durch einen 16-Meter-Volleyschuss Jannik Audehms auf 1:3 heran.

Im zweiten Abschnitt machte der PSV richtig Druck. Selbst als Keeper Jens Haarseim in der 72. Minute nach einer Roten Karte vom Platz flog. "Jens hat den Ball ins Gesicht bekommen. Der Schiri hat aber ein Handspiel gesehen", klagte Grodowski. Seine Mannschaft kam trotzdem noch zum 2:3 durch Jonas Lammers (80.), der nach einem Alleingang in die Mitte zog und traf. "Für die zweite Hälfte in Unterzahl muss ich meiner Mannschaft ein riesiges Kompliment machen", lobte Grodowski.

TEAM UND TORE PSV: J. Haarseim - Brüggemann, Grodowski, Lammers, Nölle (46. Wüllhorst) - Radtke, Westrup (61. Reith) - Böcker (72. Pirih) , Audehm - Berger, N. HaarseimTore: 1.0 Vollbracht (23.), 2:0 Nölle (32./ET), 3:0 Beutel (37.), 3:1 Audehm (39.), 3:2 Lammers (80.)Bes. Vork.: J. Haarseim sieht Rot wegen absichtlichen Handspiels (72.)  

SuS Olfen - SuS Olfen II 4:2

Wie zuvor erwartet, tat sich der Spitzenreiter gegen engstehende Kicker der Zweitvertretung schwer. Zwar war der SuS in der ersten Hälfte die dominierende Mannschaft, etwas Zählbares sprang trotz zweier guter Tormöglichkeiten allerdings nicht heraus. Sowohl Andre Zolda und Marvin Böttcher mit einer Doppelchance (26.) als auch Sebastian Middeke zwei Minuten später scheiterten am gut aufgelegten Reserve-Keeper Nils Kramzik.

Die SuS-Reserve stellte die Räume geschickt zu und ließ dem Spitzenreiter kaum Platz für Überraschungsmomente. "Wir hatten riesige Probleme im ersten Durchgang. Die Jungs waren natürlich nach einiger Zeit genervt von dieser Spielweise", sagte Coach Norbert Sander nach dem Spiel.

Im zweiten Durchgang wechselte der Olfener Trainer in Dennis Böttcher eine neue Offensivkraft für den rechten Flügel ein. Böttcher wurde prompt gefährlich und erlief sich dank seiner Schnelligkeit einige Bälle. Das Olfener Führungstor ließ nicht mehr lange auf sich warten. 49 Minuten waren gespielt, als Sebastian Middeke zur Führung des Tabellenführers traf. Zuvor wurde er von Marvin Böttcher in Szene gesetzt. Dieser erhöhte nach einem Doppelschlag binnen elf Minuten auf 3:0 (56./60.). Vor allem beim zweiten Treffer glänzte Marvin Böttcher. Eine Flanke von Dennis Böttcher hämmerte der SuS-Torjäger per Volleyschuss ins Netz der Reserve.

Nach der deutlichen Führung schaltete Olfen mehrere Gänge zurück. "Da haben wir abgeschaltet. Das darf uns natürlich nicht passieren", sagte Sander. Bis zum Schlusspfiff kam die Olfener Zweitvertretung so zu zwei Treffern. Patrick Czubak (64.) und Sascha Kornblum (75.) ließen den Außenseiter jubeln. Der Spitzenreiter erhöhte durch Mark Köster (72.) zwischenzeitlich auf 4:1. Markus Kuhn, Trainer der Reserve, war mit dem Auftritt seiner Elf zufrieden. "Wir haben ein klasse Spiel gemacht. Läuferisch und kämpferisch haben wir überzeugt", so der Olfener .

TEAMS UND TORE Olfen: A. Milewzyk - Schrey, Brüggemann, Hellmich, Brüse, Köster, Karwot, Zolda (63. Radke), M. Böttcher, Middeke, S. Milewzyk (46. D. Böttcher).Olfen II: Kramzik - Giesenkirchen (85. Kleine-Weischede), Neumann, Möller, Radke (70. Borkenfeld), Schrey, Czubak, S. Kornblum, Bonberg, Slomka, K. Kornblum (75. Knepper).Tore: 1:0 Middeke (49.), 2:0 M. Böttcher (56.), 3:0 M. Böttcher (60.), 3:1 Czubak (64.), 4:1 Köster (72.), 4:2 S. Kornblum (75.).

Westfalia Vinnum - BW Alstedde 1:3 (0:1)

In der Schlussphase zeigte die Westfalia richtig ordentlichen Fußball , auch wenn die nötigen Torerfolge ausblieben. Die erste Chance der Partie hatte auch schon ein Vinnumer. Arnd Forsmann setzte einen Lupfer aber knapp neben das Alstedder Tor (2.). Im Anschluss durften sich die Vinnumer einige Male bei ihrem Schlussmann Tobias Beckbauer bedanken. Alstedde hatte Chancen am Fließband. Murat Büyükdere zweimal und Can Cicek hatten beste Möglichkeiten, die Beckbauer stark parierte.

In der 33. Minute half dann das Torgestänge. Matthias Lohietz zog aus 20 Metern ab. Vom linken Innenpfosten sprang sein Ball an den rechten Innenpfosten und von da in Beckbauers Arme. Nachdem Arnd Forsmann auf der anderen Seite nach einem Steilpass mal abzog und am Keeper scheiterte, hatte Vinnum Pech. Murat Büyüdere stand nach einem Pass Marwin Turans nämlich im Abseits. Der Schiedsrichter sah das anders. Büyükdere traf zum 1:0 aus spitzem Winkel (38.).

Doppelschlag Alsteddes

In der zweiten Hälfte wollte Alstedde früh die Entscheidung herbeiführen. Mit dem 2:0 (52.) durch Zoran Mayanovic, der zu leicht durch den Vinnumer Strafraum lief und dem 3:0 durch Murat Büyükdere (59.) gelang das auch. Danach erfuhr das Spiel aber eine Wende. "Plötzlich haben wir richtig Gas gegeben. Da haben wir gespielt, wie ich es mir vorstelle", meinte Vinnums Coach Engelbert Asemann.

"Die Schlussphase hat richtig Spaß gemacht." Und der Trainer durfte auch noch über ein Tor seiner Mannschaft jubeln. Lukas Schemann, gegen Ende des Spiels mehrfach in guter Schussposition, traf in der 80. Minute zum 1:3. Helmut Stolzenhoff hatte für ihn aufgelegt.

TEAM UND TORE Vinnum: Beckbauer - Prasse - Rosowski, M. Asemann - Diekmann (48. Olfens), Westrup (70. Eilers), Quante, Schemann, Lerche - Forsmann (55. Stolzenhoff), MenkerTore: 0:1 Büyükdere (38.), 0:2 Mayanovic (52.), 0:3 Büyükdere (59.), 1:3 Schemann (80.)

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