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Wernes Vision vom neuen Kunstrasenplatz

Kunstrasen

Nach der Anlage im Lindert hoffen die Werner Sportvereine auf einen zweiten Kunstrasenplatz im Dahl. Dafür sollen zwei Ascheplätze aufgegeben werden.

Werne

von David Reininghaus

, 03.07.2018
Wernes Vision vom neuen Kunstrasenplatz

Jürgen Zielonka vom SSV (l.) und Sportdezernent Alexander Ruhe wollen die Außensportanlagen der Stadt Werne zukunftsfähig machen. © David Reininghaus

Wernes Sportdezernent Alexander Ruhe sprach von zwei Halbzeiten, um die Außensportanlagen der Stadt Werne zukunftsfähig zu machen. „In der ersten musste der rechnerische Bedarf ermittelt werden.“ Dieses Halbzeitergebnis, das von einem Arbeitskreis aus Vertretern von Politik, Verwaltung und Sport erarbeitet wurde, präsentierten Ruhe und Jürgen Zielonka als Vorsitzender des Stadtsportverbands am Dienstag, 3. Juli.

Drei Flächen benötigt

Die wichtige Erkenntnis: Die Ascheplätze im Dahl und in Stockum sollen aufgegeben werden. Sie bilden zusammen drei Spielflächen, die aber auch weiterhin benötigt werden, um den Mannschaften die notwendigen Trainingszeiten anbieten zu können.

„Wenn man auf der Asche im Dahl spielt, braucht man eine Maske“, scherzt Zielonka, spielt damit aber auf die enorme Staubentwicklung bei trockener Witterung an. „Im Winter wird der Platz dagegen seifig“, ergänzt Ruhe. Heutzutage wolle sich das niemand mehr antun. Der Platz habe schlichtweg ausgedient.

Kosten: Eine Million Euro

Stattdessen soll im Dahl ein zweiter Kunstrasen inklusive Kleinspielfeld nach dem Vorbild der Anlage im Lindert entstehen. Kostenpunkt: rund eine Million Euro. Einen Antrag auf einen Kunstrasenplatz hatten Eintracht Werne und der SV Stockum bereits im vergangenen Jahr gestellt.

Die Fußballer vom SV Stockum brennen schon darauf, möglichst schnell auf dem Kunstrasenplatz im Dahl zu trainieren – auch wenn die Anfahrt zum Platz dann etwas weiter ist. „Hauptsache, wir bekommen einen Kunstrasen. Zu oft fällt bei uns der Trainingsbetrieb im Winter aus, weil der Ascheplatz gefroren ist“, erklärt Yassine Najih, Geschäftsführer der Stockumer Fußballabteilung. Doch ganz so schnell dürfte es nicht gehen.

Das gemeinsam erarbeitete Papier ist lediglich ein erster Schritt. Zumal die Stadt Werne bis 2020 im Haushaltssicherungskonzept steckt und bis dahin einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen muss und will. Millionenprojekte dürften da erst einmal hinten angestellt werden. „Wir wissen, dass das Geduld erfordert“, sagt Najih. Eine Verwirklichung der Pläne vor 2021/22 scheint nicht realistisch.

Entgegenkommen für Bogenschützen

Offen ist auch, wie es für die Bogenschützen in Stockum weitergeht, die neben dem Rasen zumindest einen Teil des Ascheplatzes für die Ausübung ihres Sports brauchen. Der Stadt bietet die Renaturierung der Fläche hingegen Ökopunkte. „Da geht es auch um Geld“, gibt Ruhe zu, kündigt den Schützen aber ein Entgegenkommen an.

Im September sollen die „Visionen“, so nennt es Zielonka, zunächst einmal in den Kultur- und Sportausschuss eingebracht und im Idealfall vom Rat beschlossen werden.

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