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Werner Förderprogramm

Wohnungsmarkt:"Jung kauft Alt" in der Kritik

WERNE Das Förderprogramm "Jung kauft Alt – Altes Haus in neuen Händen" ist alles andere als ein Landenhüter. 24 Antragsteller haben 2015 und 2016 den städtischen Zuschuss genutzt, um ein altes Haus zu ihrem neuen Zuhause zu machen. Dennoch: Ob das Programm auch 2017 eine Zukunft haben wird, ist fraglich.

Die pro Jahr 50.000 Euro für das Programm solle die Stadt angesichts der angespannten finanziellen Situation lieber einsparen, meinte etwa Gudrun Holtrup. Dabei berief sie sich auf die Bewertung des Programms durch die Nutzer, die die Verwaltung vorgenommen hatte.

„War das Förderprogramm für Sie kaufentscheidend?“ Das war eine von mehreren Fragen, die das Team des Baudezernats den 24 Nutzern des Programms gestellt hatten. 18 haben geantwortet – und Nein gesagt. „Warum sollten wir dann damit weitermachen“, fragte sie.

Offensichtlich sei der öffentliche Anreiz – zwischen 3000 und 5000 Euro Förderung pro Hauskauf – gar nicht nötig. Allerdings muss dazu erwähnt werden, dass alle 18 ebenso angaben, bereits vor dem Programm das Ziel gehabt zu haben, ein altes Haus zu kaufen. Sie mussten also nicht erst überzeugt werden.

WERNE "Jung kauft Alt" heißt das Förderprogramm in Werne, das vor allem Familien ermutigen soll, alte Häuser zu kaufen. Diese stehen oft leer, wenn sie ihren Besitzern zu groß oder zu teuer im Unterhalt werden. Nach dem Vorbild einer anderen Gemeinde unterstützt die Stadt Werne potenzielle Hauskäufer mit Fördergeldern.mehr...

Ausschussvorsitzender Michael Zurhorst stellte den Sinn einer Förderung ebenfalls in Frage. „Wir sind ja ursprünglich davon ausgegangen, dass eine Marktstörung vorliegt“, sagte er. Politik und Verwaltung hätten befürchtet, dass Alteigentümer zu viel verlangten, daher mit jungen Kaufinteressenten nicht vertragseinig würden und so Leerstand entstehe. „Das ist offenbar aber gar nicht der Fall.“ Der Markt funktioniere auch ohne den Anreiz.

SPD will nicht vorschnell handeln

Lars Hübchen (SPD) warnte davor, die Evaluation des Programms durch die Verwaltung zur Entscheidungsgrundlage zu machen. „Wir sprechen von 18 Fragebögen – keine statistisch belastbare Größe.“ Und dass eine Förderung von 3000 Euro bei einem Kaufpreis, der 100 Mal so hoch ist, nicht kaufentscheidend ist, „ist doch selbstverständlich“. Die Fragestellung sei da nicht hilfreich gewesen. 

Anstatt jetzt vorschnell ein, wie er findet, gutes Programm wieder auszubremsen, empfahl Hübchen, das Gespräch mit Vertretern der Gemeinde Hiddenhausen zu suchen, den Erfindern des „Jung kauft Alt“-Programms. Eine Abstimmung war am Dienstagabend nicht vorgesehen.

 

 

 

Das Programm in Zahlen





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