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Engagement im Ehrenamt

Wittener Vereine mit neuer Taktik gegen schwindendes Interesse

INNENSTADT Der personelle Rückgang im Bereich des Ehrenamtes macht auch vor Witten nicht Halt. Daher testen die heimischen Organisation und Vereine ab dieser Woche eine neue Taktik: "Gemeinsam für Witten". Damit wollen die Wittener Vereine wieder Interesse für das Ehrenamt wecken.

Wittener Vereine mit neuer Taktik gegen schwindendes Interesse

Wollen das Interesse am Ehrenamt neu beleben (v.l.): Daniel Müller (ASB), Günter Sticht, Klaus Knappmann (beide VfB Annen), Achim Bierhoff (Freiwillige Feuerwehr), Bastian Wiebusch (THW), Jannis Limhoff (DRK), Benjamin Schuldt (DLRG), Wolfgang Lukas (Tierfreunde Witten), Waltraud Schlichter (Tier und Wir) und Astrid Reger (Mobile Pflegebetreuung).

„Im Januar haben wir uns auf Initiative der Wittener SPD erstmals getroffen und Ideen zur gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit entwickelt“, sagt Bastian Wiebusch, der sich seit Jahren beim Technischen Hilfswerk (THW) engagiert. „In diesem Jahr wollen wir mehrere gemeinsame Aktionen zur Aktivengewinnung durchführen, ehrenamtliche Möglichkeiten in Witten vorstellen und um Verstärkung werben.“ Im Fokus stehen Personen im Alter zwischen 30 und 40. „Ältere sind meistens schon in einem Verein tätig“, stellt Wiebusch fest. Er selbst gilt wohl als Prototyp des Ehrenamtlers. „Im letzten Jahr waren es zwischen 700 und 1000 Stunden. Aber damit will ich niemanden abschrecken. In Durchschnitt kommen bei uns rund 120 Stunden zusammen.“ Achim Bierhoff von der Freiwilligen Feuerwehr ergänzt: „Das Interesse der Leute muss schon da sein. Einfach zu sagen, dass man mit 20 Stunden dabei ist, wäre etwas zu wenig.

Schließlich sind auch Fortbildungen mit der Tätigkeit verbunden.“ Wiebusch spielt den Ball zurück. „Das Wissen daraus kann man dann für den privaten Bereich nutzen. Ich habe über den THW meinen LKK-Führerschein gemacht. Das hätte mich sonst 2500 Euro gekostet.“ Die ersten Synergieeffekte hat es übrigens schon gegeben – wenn auch zufällig. „Bis zum ersten Treffen wusste ich überhaupt nicht, dass wir einen Alpenverein in der Stadt haben“, gibt Daniel Müller (Arbeiter-Samariter-Bund) zu. „Doch, doch“, erwidert Klaus Knappmann vom VfB Annen, „die treffen sich immer bei uns im Vereinsheim.“#

Einig sind sich alle Teilnehmer, dass es durch den Wegfall der Wehrpflicht noch schwieriger geworden ist, jemanden für das Ehrenamt zu begeistern. „Aber wir kämpfen um jeden Interessenten“, sagt Daniel Müller. Denn: „Ohne Ehrenamt würde alles zusammenbrechen. Und häufig wird die Auffassung vertreten, dass die Alten das schon machen. Aber wir brauchen dringend junge Leute“, stellt Klaus Knappmann fest. 

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