Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

"Ein abnormaler Beruf"

Wittener macht Spielplätze zum Erlebnis

INNENSTADT Der Wittener Moritz Vockel ist in einem – so die eigene Aussage – "abnormalen Beruf" tätig: Der 35-Jährige ist offizieller Spielplatzanbieter, beliefert Schulen, Vereine, Kindergärten sowie weitere öffentliche und private Einrichtungen mit Schiffen, Tieren und Türmen aus sibirischer Lärche. Und das sehr erfolgreich.

Wittener macht Spielplätze zum Erlebnis

An einem Holzschiff mit rund zehn Metern Länge werkelt Moritz Vockel rund eine Woche.

„Wenn mich jemand fragt, was ich beruflich mache, dann bekommen die meisten große Augen“, erzählt der Wittener. Daran schließt sich meist eine ganz bestimmte Frage an: „Kann man damit Geld verdienen?“ Nach über fünf Jahren in dieser Berufsnische sagt Vockel mit breiter Brust. „Ja, kann man.“

Unter normalen Umständen wäre Vockel heute Bestatter – in bester Familientradition. „Ich habe mich dagegen entschieden, weil ich kaum Perspektive gesehen habe“, stellt er rückblickend fest. Denn zunächst galt seine Leidenschaft der Höhenluft. Auf dem Flugplatz in Stadtlohn erwarb er die Pilotenlizenz: „Ich habe ungezählte Stunden an den Maschinen ´rumgeschraubt.“ Doch es fehlte am nötigen Kleingeld. „Da ist mir ein ziemlich herunter gekommener Spielplatz in der Nähe aufgefallen.“ Der Wink mit dem Zaunpfahl. Vockel fand Gefallen und beschäftigte sich ab 2007 näher mit der Materie. „Der Spaß war sofort da, aber ich musste zunächst abwägen, ob sich solch eine Tätigkeit rechnet.“ Denn der heute zweifache Familienvater ging finanziell auf dem Zahnfleisch. „Ich habe alles auf eine Karte gesetzt.“

Die Bank gewährte ihm einen letzten Kredit – und die ungewöhnliche Maschinerie kam ins Rollen. „Das erste Jahr war hart. Insbesondere in den Wintermonaten. Sobald es friert, können wir die Elemente nicht mehr einbetonieren.“ Doch die Nachfrage stieg stetig an, was Vockel seiner individuellen Arbeitsweise zu verdanken hat. „Fast alle Anbieter arbeiten nach einem bestimmten Baukastenprinzip – ich nicht.“ Moritz Vockels Terminkalender ist voll, rappelvoll. „Bis September bin ich komplett ausgebucht“, sagt er. Die Auftragsbücher sind so gut gefüllt, dass der Wittener sich im kommenden Jahr mit einem Standortwechsel beschäftigen muss. „Zudem überlege ich, einen Mitarbeiter fest einzustellen.“

Sein Ruf schafft es mittlerweile über die Grenze: „Aktuell läuft ein Projekt in Fröndenberg, danach in Österreich.“ In welche Richtung es zukünftig geht? „Das weiß ich nicht“, sagt Vockel, „aber das Individuelle darf nie auf der Strecke bleiben.“

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Foto-Aktion

Wir suchen die schönsten Herbstbilder der Region

Dortmund Stimmungsvoller Frühnebel, leuchtende Wälder und strahlende Sonnenstunden - der Herbst in der Region zeigt sich in all seinen Facetten. Und Sie halten die schönsten Augenblicke mit der Kamera fest? Dann schicken Sie uns die Bilder und wir veröffentlichen sie in einer Fotostrecke!mehr...

Spielplatz in Witten

Passanten treffen auf Zwei-Meter-Schlange

WITTEN Eigentlich ist der Spielplatz am Nöcksken in Vormholz ein ziemlich friedlicher, unauffälliger Ort. Ein paar Passanten staunten allerdings nicht schlecht, als sie neben Klettergerüst und Wald plötzlich auf eine zwei Meter lange Boa stießen.mehr...

Siegerzeit 53 Sekunden

Wettbewerb der Spargelschäler

WITTEN Markt-Treiben, blauer Himmel, was will man mehr? Da gibt´s was: Am Samstag wurde auf dem Rathausplatz der stadtbeste Spargelschäler ermittelt.mehr...

Lok Witten

Wittener stirbt bei Extrem-Berglauf auf der Zugspitze

GARMISCH-PARTENKIRCHEN/WITTEN Tödliches Drama auf der Zugspitze: Bei einem Extrem-Berglauf sind am Sonntag zwei Männer ums Leben gekommen, darunter ein 41-jähriger Mann aus Witten. Mit Bestürzung reagierten die Verantwortlichen des Triathlon Team Witten, als sie vom Tod des Vereinsmitglieds Uwe M. erfuhren. Es war der erste Berglauf für den Marathonläufer. Einer seiner Teamkollegen war aufgrund des schlechten Wetters zuvor umgedreht.mehr...

Lok Witten

Unglück an der Zugspitze: Veranstalter von Staatsanwaltschaft vernommen

MÜNCHEN/WITTEN Der Tod der beiden Männer bei dem Extrem-Berglauf auf die Zugspitze am Sonntag geht vor allem auf Unterkühlung der Sportler zurück. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag nach der Obduktion mit. Jetzt trauern die Wittener Sportskameraden des verstorbenen Uwe Moldenhauer um ihn. Unterdessen wurde der Veranstalter als Zeuge vernommen.mehr...

Lok Witten

Männergesangsverein "Deutsche Eiche" hat Nachwuchssorgen

BUCHHOLZ „Wenn ich mal eine Durchhänger habe, geht es mir nach zwei Stunden Probe gleich viel besser“ wirbt Josef Lutz, der zweite Vorsitzende des Männergesangvereins (MGV) „Deutsche Eiche“ 1880 Hammertal, für das Chorsingen.mehr...