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Zeitarbeit im Wachstum

Witten "Wie sieht denn Ihre Kinderplanung aus?" "Leider haben wir keine getrennten Waschräume!" - Frauen haben es nicht immer leicht, wenn es um die Suche nach einer Arbeitsstelle geht.

Zeitarbeit im Wachstum

Ute Dannhauer (l.) und Martina Geitz haben mit den Zeitarbeitsfirmen gute Erfahrungen gemacht.

Das haben nun auch Zeitarbeitsfirmen festgestellt und gehandelt. In der Landes-Initiative "Frauen und Männer in der Zeitarbeit" haben sich unter der Projektleitung von Küpper Sozialforschung&Consulting die Zeitarbeitsfirmen IPL&Koch, Start Zeitarbeit NRW und WS Personalservice zusammengefunden. Sie alle bilden ein Netzwerk und wollen neben dem Erfahrungsaustausch, zukunftsfähige Handlungskonzepte für Zeitarbeit entwickeln.

"Noch vor vier bis fünf Jahren wurden Zeitarbeitnehmer in Firmen als Arbeiter zweiter Klasse angesehen", erklärt Wolfgang Sulsky von IPL & Koch. Mittlerweile werden 70 Prozent aller Einstellungen über eine Zeitarbeitsfirma vermittelt. Die Branche boomt. "Für mich kam nie in Frage, dass ich mich arbeitslos melde", sagt Ute Dannhauer (38) und spricht damit wohl für die meisten Arbeitssuchenden, die sich bei einer Zeitarbeitsfirma vorstellen.

Eine Bewerbung reicht aus, um in die Datei der Zeitarbeitsfirma aufgenommen zu werden. "Ich hatte Glück. Genau zu dem Zeitpunkt wurde auch noch eine Bürokauffrau gesucht", erzählt die ehemalige Zeitarbeitnehmerin.

Durschnitt: Sieben Monate

Durchschnittlich sieben Monaten, bei Dannhauer waren es neun, ist die so genannte Verleihdauer an die Unternehmen. Und die 38-Jährige hatte direkt doppelt Glück: Sie bekam eine unbefristete Festanstellung. Für Start Zeitarbeit ist dies auch das erste und wichtigste Ziel.

Eine weitere Herausforderung für die Netzwerk-Teilnehmer stellt die Teilzeitarbeit dar. "Wir wünschen uns, dass die Firmen sich öffnen und zwei Halbtagskräfte auf einer Vollzeitstelle beschäftigen", betont Gerhard Wacker von Start. Leider stellen sich die Unternehmen derzeit noch quer und versperren somit vielen motivierten Frauen und Müttern den Weg zurück in den Beruf.

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