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Gerberviertel

Zu wenig Stimmen: Bürgerbegehren ist gescheitert

HERBEDE Das Bürgerbegehren „Rettet die Meesmannstraße“ des Bürgerkreises Herbede ist gescheitert. Nicht einmal die Hälfte der erforderlichen 4889 Stimmen kam zusammen.

Zu wenig Stimmen: Bürgerbegehren ist gescheitert

Gerald Thorlümke macht auch die Presse für das Scheitern des Bürgerbegehrens zur »Rettung der Meesmannstraße« verantwortlich.

„Ein trauriges, aber zu akzeptierendes Ergebnis“, wie Sprecher Gerald Thorlümke bei der gestrigen Pressekonferenz eingestand. Heidrun Kübeck-Wahle ergänzte: „Wir sind zwar gescheitert, aber keine Verlierer.“ Denn der Bürgerkreis wird auch in Zukunft keine Gelegenheit auslassen, das Plan-Vorhaben für einen Lebensmittel-Vollsortimenter (Edeka) jenseits der Wittener Straße kritisch zu begleiten. „Wenn´s sein muss, auch auf rechtlichem Wege“, kündigte Thorlümke kämpferisch an.Der gescheiterte Abschluss der Unterschriften-Aktion hat offensichtlich beim Bürgerkreis tiefe Spuren hinterlassen. Recht wirsch machte Thorlümke viele Faktoren dafür verantwortlich und holte zum Rundumschlag aus. Politik und Verwaltung würden bewusst weitere Planungen im Gerberviertel verschleppen, um einem Vollsortimenter Vorschub zu leisten. Und auch die Presse sei ihrer Informationspflicht nur einseitig nachgekommen. Insbesondere zur angekündigten Schließung des alten Edeka-Marktes in der Meesmannstraße. Hier habe man nur mit den Sorgen der Bürger gepokert. Dem widersprach im RN-Telefonat am Freitag Edeka-Untermieter und Marktleiter Dominik Grütter. „Nach meinem letzten Kenntnisstand ist eine Schließung seitens Edeka zum Ende 2012 vorgesehen.“

Aber nach dem Scheitern des Bürgerbegehrens könne man nun sicher ganz neu verhandeln. „Wir müssen jetzt sehen, wie es politisch weitergeht“, so Grütter. Er ist mittlerweile sichtlich dünnhäutig angesichts der vielen Attacken gegen ihn durch den Bürgerkreis. „Es geht soweit, dass ich nachts nicht mehr schlafen kann wegen der aggressiven Angriffe auf den Internetseiten des Bürgerkreises.“ Grütter wäre natürlich froh, wenn er von der veralteten Geschäftsstruktur an der Meesmannstraße in einen modernen Frischemarkt-Neubau gegenüber dem Ärztehaus ins Gerberviertel umziehen könnte. „Am besten nahtlos“, sagt er. Der 44-jährige Vater zweier kleiner Kinder (3/7) müsste sich sonst anderweitig nach einem anderen, ortsfernen Supermarkt umschauen. „Aber die wachsen ja auch nicht wie die Pilze aus der Erde.“ Grütter sieht seinen möglichen, innerörtlichen Wechsel ins Gerberviertel unterstützt durch viel Kunden-Zuspruch.

Der Bürgerkreis um Gerald Thorlümke kündigte an, das weitere Expansions-Begehren von Edeka extrem kritisch zu begleiten. Auch unter dem Aspekt, dass bei einem positiven Bescheid für das Gerberviertel alle Nahversorgungs-Anstrengungen in Durch- und Vormholz zum Erliegen kommen.

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